Übersicht mit KI Eine Stammganglienblutung ist eine Form der intrazerebralen Blutung (Blutung direkt im Hirngewebe), die in den Basalganglien – tief liegenden Nervenkerngebieten des Gehirns – auftritt. Sie zählt zu den schweren, lebensbedrohlichen neurologischen Notfällen und ist oft die Folge eines chronischen Bluthochdrucks. St. Augustinus Gruppe St. Augustinus Gruppe +3 Symptome Die Symptome treten meist schlagartig auf, oft aus völligem Wohlbefinden. Je nach Größe und genauer Lage der Blutung (oft Einblutung in die Capsula interna) sind typische Anzeichen: Thieme Group Thieme Group +2 Halbseitige Lähmungen (Hemiparese): Plötzliche Schwäche oder Lähmung einer Körperseite. Sensibilitätsstörungen: Taubheitsgefühle auf einer Körperseite. Sprachstörungen: Probleme beim Sprechen (Dysarthrie) oder Verstehen. Bewusstseinsstörungen: Von Schläfrigkeit bis hin zu tiefer Bewusstlosigkeit. Sehstörungen: Einschränkungen des Gesichtsfeldes. Starke Kopfschmerzen: Oft als plötzlicher "Donnerschlagkopfschmerz" beschrieben. Thieme Group Thieme Group +4 Ursachen Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck): Die häufigste Ursache, da hoher Druck die kleinen Gefäße in den Stammganglien schädigt. Gefäßfehlbildungen (Aneurysmen): Angeborene oder erworbene Schwächen der Gefäßwände. Gerinnungsstörungen: Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Blutgerinnungskrankheiten. Cerebrale Amyloidangiopathie: Ablagerungen in den Gefäßwänden, meist bei älteren Menschen. St. Augustinus Gruppe St. Augustinus Gruppe +1 Diagnose Die Diagnose erfolgt als Notfall in der Klinik: CCT (Craniale Computertomographie): Das Mittel der Wahl, um die Blutung, ihre Ausdehnung und mögliche Einbrüche in das Ventrikelsystem (innerer Hirnraum) schnell darzustellen. MRT (Magnetresonanztomographie): Kann für detailliertere Aufnahmen genutzt werden. Labor: Prüfung der Blutgerinnung. Thieme Group Thieme Group Behandlung Die Behandlung erfordert eine sofortige Einweisung in eine Stroke Unit oder neurochirurgische Intensivstation. Gesundheitscheck.de Gesundheitscheck.de Konservative Therapie: Strikte Blutdrucksenkung, um eine Größenzunahme des Hämatoms zu verhindern, sowie Behandlung von Hirnödemen. Operative Therapie (Neurochirurgie): Bei großen Blutungen oder drohendem Hirndruck wird das Blut (Hämatom) operativ entfernt oder entlastet. Ventrikeldrainage: Wenn Blut in die Hirnkammern (Ventrikel) eingedrungen ist, wird ein Schlauch zur Druckentlastung gelegt. Universitätsklinikum Würzburg Universitätsklinikum Würzburg +3 Prognose Die Prognose ist ernst und hängt stark von der Größe und Lokalisation der Blutung ab. Akutphase: Etwa 40–50 % der Betroffenen überleben die ersten Tage nicht. Folgen: Oft bleiben dauerhafte neurologische Defizite (Lähmungen, Sprachstörungen) zurück. Rehabilitation: Eine frühzeitige Rehabilitation (Physio-, Ergo- und Sprachtherapie) ist entscheidend, um Funktionen zurückzugewinnen. SWR SWR +2 Hinweis: Dies ist eine medizinische Notfallsituation. Bei Verdacht sofort den Notruf (112) wählen.
