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Eine Stammganglienblutung ist eine Form der intrazerebralen Blutung (Blutung direkt im Hirngewebe), die in den Basalganglien – tief liegenden Nervenkerngebieten des Gehirns – auftritt. Sie zählt zu den schweren, lebensbedrohlichen neurologischen Notfällen und ist oft die Folge eines chronischen Bluthochdrucks. 
St. Augustinus Gruppe
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Symptome
Die Symptome treten meist schlagartig auf, oft aus völligem Wohlbefinden. Je nach Größe und genauer Lage der Blutung (oft Einblutung in die Capsula interna) sind typische Anzeichen: 
Thieme Group
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Halbseitige Lähmungen (Hemiparese): Plötzliche Schwäche oder Lähmung einer Körperseite.
Sensibilitätsstörungen: Taubheitsgefühle auf einer Körperseite.
Sprachstörungen: Probleme beim Sprechen (Dysarthrie) oder Verstehen.
Bewusstseinsstörungen: Von Schläfrigkeit bis hin zu tiefer Bewusstlosigkeit.
Sehstörungen: Einschränkungen des Gesichtsfeldes.
Starke Kopfschmerzen: Oft als plötzlicher "Donnerschlagkopfschmerz" beschrieben. 
Thieme Group
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Ursachen
Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck): Die häufigste Ursache, da hoher Druck die kleinen Gefäße in den Stammganglien schädigt.
Gefäßfehlbildungen (Aneurysmen): Angeborene oder erworbene Schwächen der Gefäßwände.
Gerinnungsstörungen: Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Blutgerinnungskrankheiten.
Cerebrale Amyloidangiopathie: Ablagerungen in den Gefäßwänden, meist bei älteren Menschen. 
St. Augustinus Gruppe
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Diagnose
Die Diagnose erfolgt als Notfall in der Klinik:
CCT (Craniale Computertomographie): Das Mittel der Wahl, um die Blutung, ihre Ausdehnung und mögliche Einbrüche in das Ventrikelsystem (innerer Hirnraum) schnell darzustellen.
MRT (Magnetresonanztomographie): Kann für detailliertere Aufnahmen genutzt werden.
Labor: Prüfung der Blutgerinnung. 
Thieme Group
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Behandlung
Die Behandlung erfordert eine sofortige Einweisung in eine Stroke Unit oder neurochirurgische Intensivstation. 
Gesundheitscheck.de
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Konservative Therapie: Strikte Blutdrucksenkung, um eine Größenzunahme des Hämatoms zu verhindern, sowie Behandlung von Hirnödemen.
Operative Therapie (Neurochirurgie): Bei großen Blutungen oder drohendem Hirndruck wird das Blut (Hämatom) operativ entfernt oder entlastet.
Ventrikeldrainage: Wenn Blut in die Hirnkammern (Ventrikel) eingedrungen ist, wird ein Schlauch zur Druckentlastung gelegt. 
Universitätsklinikum Würzburg
Universitätsklinikum Würzburg
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Prognose
Die Prognose ist ernst und hängt stark von der Größe und Lokalisation der Blutung ab. 
Akutphase: Etwa 40–50 % der Betroffenen überleben die ersten Tage nicht.
Folgen: Oft bleiben dauerhafte neurologische Defizite (Lähmungen, Sprachstörungen) zurück.
Rehabilitation: Eine frühzeitige Rehabilitation (Physio-, Ergo- und Sprachtherapie) ist entscheidend, um Funktionen zurückzugewinnen. 
SWR
SWR
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Hinweis: Dies ist eine medizinische Notfallsituation. Bei Verdacht sofort den Notruf (112) wählen.

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