{"id":98904,"date":"2022-06-17T02:57:59","date_gmt":"2022-06-17T02:57:59","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=98904"},"modified":"2022-06-17T07:31:43","modified_gmt":"2022-06-17T07:31:43","slug":"digital-populism-is-an-other-art-of-fundamentalism","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=98904","title":{"rendered":"Digital populism is an other art of fundamentalism"},"content":{"rendered":"<p><strong>Cogito, ergo sum<\/strong><br \/>\n<img src=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/images\/tagesspiegel\/25483266\/2-format6001.jpg?inIsFirst=true\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>China I had warned you, thought you were more intelligent. Your attempts at rapprochement come too late. From now on, it can only lead to World War 3. You cautious. Anglo-SaxonS&#8230;<br \/>\nI am not dead yet. Until my last breath, until the last.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Ich sagte doch&#8230;<br \/>\nEs geht doch&#8230;<br \/>\nL\u00fcgen HABEN kurze Beine, versucht nicht die Menschen zu betr\u00fcgen&#8230;<br \/>\nVersucht mir nicht die WeltEN der unsichtbaren beizubringen.<\/p>\n<p>Die Hacker zum Beispiel, die Gr\u00fcnen&#8230;<br \/>\nHeute Morgen&#8230;<br \/>\nUnd ES WIRD weitergehen.<\/p>\n<p>WARUM&#8230;<br \/>\nM\u00dcSSEN Menschen in der Ukraine sterben, WARUM russische &#8222;Kinder&#8220;<br \/>\nOnline Selensky&#8230;<br \/>\nDu kommst auch noch dran.<\/p>\n<p>Russland&#8230;<br \/>\nHalte durch, bald ist es soweit&#8230;<br \/>\nSie pfeifen aus dem letzten Loch.<\/p>\n<p>Ich hatte es den T\u00fcrken immer gesagt&#8230;<br \/>\nDer &#8222;Westen&#8220;<br \/>\nDas GELD&#8230;<br \/>\nDIE \u00d6ffentlichkeit&#8230;<br \/>\nSie pfeifen aus dem letzten Loch.<\/p>\n<p>ES DARF zu keiner Unipolaren Welt kommen, DAS darf es nicht.<\/p>\n<p>Das Land der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten(!)<br \/>\nWARUM&#8230;<br \/>\nGibt es sehr viele Leerstehende Gef\u00e4ngnisse&#8230;<br \/>\nWARUM???<\/p>\n<p>&#8222;Gef\u00e4ngnisnation USA<br \/>\nEine Geschichte der Macht<br \/>\nHeather Ann Thompson(Mehr zum Autor)<br \/>\n\u00f6ffnen<br \/>\n15.10.2021 \/ 13 Minuten zu lesen<\/p>\n<p>&#8222;Die massenhafte Kriminalisierung von Minderheiten und sozial Benachteiligten, Hochsicherheitsgef\u00e4ngnisse und Einzelhaft, der gef\u00e4ngnisindustrielle Komplex \u2013 das sind nicht nur globale Realit\u00e4ten, sondern zunehmende globale Realit\u00e4ten, ein amerikanischer Albtraum, aus dem die Welt nicht erwacht.&#8220;<\/p>\n<p>(Baz Dreisinger, 2015)<\/p>\n<p>Im Sommer 2020 kam es in den Stra\u00dfen amerikanischer Metropolen wie Chicago, aber auch in weniger bekannten St\u00e4dten wie Kenosha in Wisconsin Nacht f\u00fcr Nacht zu Unruhen und Protesten. Tausende Menschen forderten das Ende einer Entwicklung, die in den USA zu einer massiven Krise gef\u00fchrt hatte: Die Polizei t\u00f6tete ungestraft unbewaffnete Schwarze B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Die Proteste waren nicht nur aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe bemerkenswert, sondern auch aufgrund ihrer Militanz und Zusammensetzung: Menschen jeder Herkunft und aus allen Generationen gingen auf die Stra\u00dfe. Bemerkenswert war auch, dass sie nicht einfach die Bestrafung der beteiligten Polizistinnen und Polizisten verlangten, sondern das komplette System der amerikanischen Polizei reformieren wollten.<\/p>\n<p>Parallel zu diesen Graswurzel-Protesten gegen Polizeigewalt, aber in anderen L\u00e4ndern weitgehend unbemerkt, wurde auch gegen Rassismus und die Ungerechtigkeit des amerikanischen Gef\u00e4ngnissystems mobilgemacht. Tats\u00e4chlich verweisen Aktivistinnen und Aktivisten seit mindestens einem Jahrzehnt darauf, dass die USA \u2013 eine liberale Demokratie und vermeintliche Verfechterin der B\u00fcrgerrechte und Freiheiten \u2013 mit ihrer Gefangenenzahl weltweit an der Spitze stehen. Das hat in j\u00fcngster Zeit zu landesweiten Gefangenenstreiks und anderen Aktionen gegen die Bedingungen in den \u00fcberf\u00fcllten amerikanischen Haftanstalten gef\u00fchrt.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[1]<\/p>\n<p>Obwohl man in den USA diskutiert, wie die gravierenden Sch\u00e4den behoben werden k\u00f6nnen, die die Gesellschaft aufgrund ihres Kurses im Strafvollzug erlitten hat, wissen die meisten Amerikanerinnen und Amerikaner erschreckend wenig dar\u00fcber, wie es \u00fcberhaupt dazu kommen konnte. Dabei ist ein Gro\u00dfteil der Entwicklung gut dokumentiert und erforscht.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[2] Dieses Wissen sollte nicht vernachl\u00e4ssigt werden, zumal eine \u00e4hnliche Entwicklung auch in anderen L\u00e4ndern m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Krise der Masseninhaftierung<br \/>\nDass die USA derzeit eine Krise der Masseninhaftierung erleben, ist keine \u00dcbertreibung. Die Zahlen sind geradezu ersch\u00fctternd: 2.068.800 Menschen verb\u00fc\u00dfen in Bundes- oder bundesstaatlichen Gef\u00e4ngnissen eine Haftstrafe, das entspricht einer Inhaftierungsrate von 629 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[3] Dar\u00fcber hinaus stehen fast 7 Millionen Menschen unter staatlicher Aufsicht, nachdem sie das Gef\u00e4ngnis wieder verlassen haben oder zu einer Freiheitsstrafe auf Bew\u00e4hrung verurteilt wurden. Sch\u00e4tzungen zufolge sind derzeit \u00fcber 80 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner vorbestraft, was in den USA bedeutet, dass es ihnen nahezu unm\u00f6glich ist, Arbeit oder eine Wohnung zu finden, und auch die Aussichten auf finanzielle Unterst\u00fctzung bei Weiterbildungsma\u00dfnahmen sind gering.<\/p>\n<p>Bei den Inhaftierten handelt es sich \u00fcberwiegend um People of Color. Ihr Anteil unter den H\u00e4ftlingen ist weitaus h\u00f6her als ihr Anteil an der Gesamtbev\u00f6lkerung. So berichtet die Organisation Sentencing Project: &#8222;F\u00fcr Schwarze M\u00e4nner ist die Wahrscheinlichkeit einer Inhaftierung sechsmal h\u00f6her als f\u00fcr wei\u00dfe M\u00e4nner, f\u00fcr Latinos ist sie um das 2,5-Fache erh\u00f6ht. Bei Schwarzen M\u00e4nnern in der Altersgruppe zwischen 30 und 40 befindet sich etwa jeder Zw\u00f6lfte in Haft.&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[4] Dar\u00fcber hinaus stammen die Inhaftierten \u00fcberproportional h\u00e4ufig aus der Gruppe der US-Bev\u00f6lkerung, die von allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Landes \u00fcber die geringsten Mittel verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Der dramatische Anstieg der amerikanischen H\u00e4ftlingszahlen und der extrem hohe Anteil an People of Color und einkommensschwachen Menschen ist eine relativ neue Entwicklung. Tats\u00e4chlich zeigt sich diese Schieflage der USA im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern erst seit den 1980er Jahren. Das komplette Ausma\u00df des Schadens, den derart hohe Inhaftierungsraten verursachen, wurde noch sp\u00e4ter erst ersichtlich \u2013 und war dann alarmierend: In manchen Vierteln war ein Gro\u00dfteil der m\u00e4nnlichen Bewohner im Gef\u00e4ngnis.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[5] Zahllose Kinder wurden durch die Inhaftierung von Familienmitgliedern noch \u00e4rmer oder praktisch zu Waisen.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[6] Die massenhafte Inhaftierung versch\u00e4rfte zudem die Krise in der Gesundheitsversorgung und viele weitere Probleme.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[7]<\/p>\n<p>Mit dem wachsenden Wissen \u00fcber die Kosten dieser Entwicklung ist im vergangenen Jahrzehnt der Druck auf Entscheidungstr\u00e4gerinnen und Politiker gestiegen, das amerikanische Strafrechtssystem zu reformieren. Es gab sogar einige \u00c4nderungen zumindest mit Blick auf die H\u00f6he und Anzahl der Haftstrafen sowie mit Blick auf Drogendelikte. Im Vergleich zur Situation zu Beginn der 1970er Jahre, also vor dem massiven Anstieg der H\u00e4ftlingszahlen, f\u00e4llt die Ver\u00e4nderung jedoch kaum ins Gewicht.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[8]<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungsstr\u00e4nge<br \/>\nDas amerikanische Gef\u00e4ngnissystem gilt aus europ\u00e4ischer Sicht als eine Art Sonderfall. In Deutschland beispielsweise befinden sich gerade einmal rund 58000 Personen im Gef\u00e4ngnis, was einer Inhaftierungsrate von 70 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner entspricht.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[9] Und das ist nur der Anfang einer langen Reihe von Unterschieden im Umgang mit Verbrechen und Strafen. Deutsche wie Amerikaner, die sich mit den Justizsystemen beider L\u00e4nder auseinandergesetzt und diese auch besucht haben, sind sich einig, dass die Haftstrafen f\u00fcr Verurteilte ebenso wie der Betrieb der Gef\u00e4ngnisse an sich in Deutschland deutlich logischer, humaner und effektiver ist.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[10]<\/p>\n<p>Viele gehen davon aus, dass die extrem hohen Inhaftierungsraten und die brutale Gef\u00e4ngniskultur in den USA auf das hohe Ma\u00df an Gewalt \u2013 vor allem Waffengewalt \u2013 im Land zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Im Vergleich zu bestimmten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern steckt darin nat\u00fcrlich eine gewisse Wahrheit. Dennoch l\u00e4sst sich die hohe Inhaftierungsrate in den USA bei Weitem nicht nur mit der Kriminalit\u00e4tsrate erkl\u00e4ren. Tats\u00e4chlich haben sich die Kriminalit\u00e4ts- und Inhaftierungsrate in den USA im Laufe der Zeit immer weiter auseinanderentwickelt, wie eine umfassende Studie der National Academy of Sciences zum Zusammenhang von Kriminalit\u00e4t und Masseninhaftierung schl\u00fcssig belegt.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[11]<\/p>\n<p>Eine weitere weit verbreitete Annahme lautet, die Masseninhaftierung h\u00e4nge damit zusammen, dass in den USA Menschen \u00fcber Jahrhunderte versklavt wurden. Die Wurzeln und Logik der Masseninhaftierung seien damit &#8222;uramerikanisch&#8220;. Tats\u00e4chlich spricht einiges daf\u00fcr, dass das heutige amerikanische Justizsystem eng mit der amerikanischen Geschichte verbunden ist. Allerdings ist die Realit\u00e4t wesentlich komplizierter, und die Auswirkungen sind auch f\u00fcr Menschen au\u00dferhalb der USA alarmierender, als man vielleicht annehmen w\u00fcrde. Angefangen bei der Eroberung des nordamerikanischen Kontinents, \u00fcber die Kolonialzeit und bis ins 19., 20. und 21. Jahrhundert profitierten Landbesitzer und Gro\u00dfindustrielle von der Arbeit der Versklavten, von Heimarbeit und der Ausbeutung der Industriearbeiter. Die Kriminalisierung der Armen und der People of Color war dabei ein bew\u00e4hrter Mechanismus f\u00fcr die Reichen und Wei\u00dfen, Macht zu erlangen und zu bewahren in einem Land, aus dem schlie\u00dflich die Vereinigten Staaten wurden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass weder der Mechanismus noch seine Begr\u00fcndung an eine bestimmte Zeit oder einen konkreten Ort gebunden waren.<\/p>\n<p>Die Geschichte der Unterdr\u00fcckung der People of Color reicht weiter zur\u00fcck als die Sklavenhaltung, die in den USA bis 1865 erlaubt war. Bereits wei\u00dfe Entdeckungsreisende und Siedler vertrieben die Ureinwohner von ihrem angestammten Land. Allerdings wurde die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber die sogenannten Indianer, souver\u00e4ne indigene V\u00f6lker, letzten Endes nicht mit Waffengewalt erreicht, sondern durch ihre KriminalisierungZur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[12] \u2013 indem man sie als &#8222;Wilde&#8220; einstufte, in Reservate zwang und ihre Kinder in Internate verschleppte, bei denen es sich im Grunde um Haftanstalten handelte.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[13]<\/p>\n<p>Dazu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: In der Zeit, in der sich die Sklavenhaltung und Plantagenwirtschaft zu zentralen Bestandteilen der amerikanischen Kolonialwirtschaft entwickelten, wurden h\u00e4ufig Handlungen kriminalisiert, die mit der sozio\u00f6konomischen Stellung der Akteure zusammenhingen. Ob die wei\u00dfen Siedler oder sp\u00e4ter, nach der Amerikanischen Revolution, B\u00fcrger nun in den ersten Gef\u00e4ngnissen der Nation landeten, weil sie es gewagt hatten, zu streiken, oder schlicht, weil sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten:Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[14] Die Geschichte zeigt, dass es bei der Strafverfolgung immer auch darum ging, nicht nur die zu belangen, die Schaden anrichteten, sondern auch diejenigen, die Machtverh\u00e4ltnisse infrage stellten.<\/p>\n<p>Macht und Race<br \/>\nDie Aus\u00fcbung von Macht war in den Vereinigten Staaten schon immer mit der Race-Frage verbunden. Dass das Land zuerst von indigenen V\u00f6lkern besiedelt war und die Sklaverei bis 1865 der wirtschaftliche Motor des Landes war, hat das amerikanische Justizsystem dauerhaft gepr\u00e4gt. So, wie die Anspr\u00fcche der Wei\u00dfen auf die Nation und ihre Ressourcen durch zutiefst rassistische Vorstellungen von den Ureinwohnern als &#8222;Wilde&#8220; untermauert wurden, die unf\u00e4hig zu staatlicher Organisation w\u00e4ren oder dazu, ihren Besitz selbst zu verwalten, st\u00fctzte man sich auch immer auf Argumente wie die, dass Schwarze ein &#8222;abweichendes Verhalten&#8220; an den Tag legen oder &#8222;von Natur aus&#8220; zu Kriminalit\u00e4t neigen w\u00fcrden. Sklaven wurden wieder und wieder als sexuelle &#8222;Rohlinge&#8220; dargestellt, die wei\u00dfen Frauen nachstellten, wenn sie nicht kontrolliert und geb\u00e4ndigt wurden, und die stehlen w\u00fcrden, wenn man sie nicht beaufsichtigte. Wie der Historiker Khalil Gibran Muhammad herausgearbeitet hat, wurde Schwarzsein in Amerika immer als kriminell markiert.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[15]<\/p>\n<p>Auch nach der Abschaffung der Sklaverei waren reiche Wei\u00dfe zur Erhaltung ihres bisherigen Wohlstands auf billige Arbeitskr\u00e4fte angewiesen. Zur Sicherung ihres Reichtums setzten sie auf Kriminalisierung. Es ist kein Zufall, dass die gut situierten wei\u00dfen Autoren des 13. Zusatzartikels der amerikanischen Verfassung das Verbot der Sklaverei und Zwangsarbeit um die Ausnahmeregelung erg\u00e4nzten, dass die Bestrafung eines Verbrechens davon ausgenommen sei. Damit hatten sie eine M\u00f6glichkeit geschaffen, die Versklavung der afroamerikanischen Bev\u00f6lkerung weitere hundert Jahre fortzusetzen. Sp\u00e4ter wurden weitere Gesetze verabschiedet, die praktisch alles kriminalisierten, was Befreite tun konnten. &#8222;Aufgrund der neu verabschiedeten Gesetze, die auf die befreiten Schwarzen zielten, und der bereits bestehenden Gesetze, die nun mit besonderer H\u00e4rte gegen die befreiten Schwarzen angewandt wurden, sowie aufgrund legaler und illegaler Anstrengungen der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung in den S\u00fcdstaaten, das Verhalten der Schwarzen und deren Bereiche zu kontrollieren, stieg innerhalb von nur einer Generation nach der Abschaffung der Sklaverei der Anteil Schwarzer H\u00e4ftlinge in den Gef\u00e4ngnissen auf 30 Prozent.&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[16]<\/p>\n<p>Dass die Belegung der amerikanischen Gef\u00e4ngnisse nach dem B\u00fcrgerkrieg innerhalb von wenigen Jahrzehnten von mehrheitlich wei\u00df zu mehrheitlich Schwarz wechselte, hatte nichts mit der Kriminalit\u00e4t der Inhaftierten zu tun, aber sehr viel mit den Bed\u00fcrfnissen derjenigen, die im Land das Sagen hatten. Obwohl sich die Konturen und Details in den folgenden Jahren und in den Jahrzehnten vor und nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder \u00e4nderten, in denen die Kriminalit\u00e4ts- und Inhaftierungsrate schwankten und bezeichnenderweise keine Korrelation aufwiesen, bestimmte die Kriminalisierung des Schwarzseins, von Armut und allen potenziellen Bedrohungen der bestehenden Machtverh\u00e4ltnisse weiterhin dar\u00fcber, wer in Amerika hinter Gitter kam und wer nicht.<\/p>\n<p>Eine wesentliche Rolle spielte dabei auch die Polizei. In den 1960er Jahren war die \u00dcberwachung und G\u00e4ngelung der Schwarzen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch die Polizei so eklatant geworden und ihre \u00fcberproportionale Inhaftierung so deutlich, dass die B\u00fcrgerrechtsbewegung enorm an Boden gewann und die wei\u00dfe Autorit\u00e4t mehr denn je infrage gestellt wurde. Infolge der landesweiten Proteste und Aktionen wurden zwischen 1954 und 1972 viele Gesetze grundlegend \u00fcberarbeitet, wei\u00dfe Privilegien \u00fcberpr\u00fcft und Ma\u00dfnahmen zur Chancengleichheit erweitert. Und weil die B\u00fcrgerrechtsbewegung auch das Engagement f\u00fcr sozial Benachteiligte und eine Sozialrechtsbewegung sowie weitere Bewegungen in Gang gebracht hatte, die sich f\u00fcr mehr wirtschaftliche Gerechtigkeit einsetzten, wurden die Vorrechte der Wohlhabenden in einem noch nie dagewesenen Ma\u00dfe hinterfragt. Die wei\u00dfe Elite Amerikas und die Privilegien der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung waren st\u00e4rker herausgefordert als je zuvor in der Geschichte der USA.<\/p>\n<p>Bei der Reaktion auf diese Bedrohung griff man auf eine altbekannte und bew\u00e4hrte Strategie zur\u00fcck: Kriminalisierung aufgrund von Klassenzugeh\u00f6rigkeit und Hautfarbe. Obwohl die People of Color, die in den 1960er Jahren in St\u00e4dten wie Philadelphia, Newark, Detroit, Watts oder Rochester auf die Stra\u00dfe gingen, ganz klar gegen die Schikanen und Brutalit\u00e4t der Polizei protestierten, die sie so lange erduldet hatten, und sich gegen eine unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Inhaftierung wandten, wurden ihre Proteste von wei\u00dfen Politikern als irrationale und bedrohliche Unruhen dargestellt, als Randale von Schl\u00e4gern und Kriminellen, die die Lebensweise der Wei\u00dfen und die Demokratie zerst\u00f6ren wollten. In einer mehr oder weniger offen rassistischen Sprache wurde den wei\u00dfen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern vermittelt, der einzige Ausweg sei ein &#8222;hartes Durchgreifen&#8220; gegen &#8222;diese Kriminellen&#8220;. Man m\u00fcsse die Polizei st\u00e4rken und f\u00fcr Ordnung sorgen.<\/p>\n<p>Innerhalb eines Jahrzehnts schnellten die Inhaftierungsraten in den USA in die H\u00f6he. Der sogenannte war on crime erinnerte an die Gegenreaktion auf die Ma\u00dfnahmen zur rechtlichen Gleichstellung der Schwarzen Bev\u00f6lkerung direkt nach dem B\u00fcrgerkrieg. People of Color wurden in einer Art und Weise kriminalisiert, die bei Wei\u00dfen nicht vorkam. In der Zeit nach der B\u00fcrgerrechts\u00e4ra nutzte man daf\u00fcr den sogenannten war on drugs, eine Reihe von Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Drogenkriminalit\u00e4t. W\u00e4hrend es 1970 gerade einmal 322.300 Verhaftungen im Zusammenhang mit Drogendelikten gegeben hatte, waren es im Jahr 2000 beeindruckende 1.375.600.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[17] Entsprechend verb\u00fc\u00dfte die Mehrheit der Inhaftierten in amerikanischen Gef\u00e4ngnissen im Jahr 2010 eine Haftstrafe aufgrund von Drogendelikten, weniger als 10 Prozent sa\u00dfen wegen Gewaltverbrechen ein.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[18] Ironischerweise begann der war on crime deutlich vor dem massiven Anstieg der Gewaltverbrechen im Land, doch die hohen Gefangenenzahlen f\u00fchrten schlie\u00dflich zu einer echten Kriminalit\u00e4tskrise in den Innenstadtbezirken, die ohnehin besonders verwundbar waren.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[19]<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten als Mahnung<br \/>\nDas au\u00dferordentliche Trauma, das durch die Masseninhaftierung in den ohnehin schon marginalisierten und verletzlichen Teilen der amerikanischen Gesellschaft entstanden ist \u2013 die sozialen Verwerfungen, der Schaden f\u00fcr die Kinder, die enormen Ressourcen, die nicht in Schulen und Stadtviertel investiert werden, die Krankheiten, die mit der Masseninhaftierung verbundene Gewalt, die Arbeitslosigkeit, die Verzweiflung und die fehlende Sicherheit \u2013 sollte jeden in Europa veranlassen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie es \u00fcberhaupt zu einer derartigen Situation kommen konnte. Welchen Preis die sozial Benachteiligten und darunter vor allem die People of Color in den USA f\u00fcr die Politik der Masseninhaftierung zahlen, l\u00e4sst sich nur schwer in Zahlen bemessen. Es ist ein exponentiell wachsender Preis, der \u00fcber Generationen weitergegeben wird und sich noch immer summiert.<\/p>\n<p>Daher sollten sich auch andere L\u00e4nder mit der Masseninhaftierung in den USA und ihrer Geschichte befassen, denn es w\u00e4re naiv, sich beruhigt zur\u00fcckzulehnen in dem Glauben, dass die Situation im eigenen Land eine andere sei. Die Geschichte der Masseninhaftierung ist keine Geschichte der regionalen Verh\u00e4ltnisse, sondern eine der Macht, und aus dieser Geschichte sollte man seine Lehren ziehen. Die Krise in der amerikanischen Strafverfolgung widerspricht jeder Vorstellung, dass die Zahl der Gef\u00e4ngnisse in irgendeinem objektiven Verh\u00e4ltnis zur Kriminalit\u00e4tsrate steht. Dass in amerikanischen Gef\u00e4ngnissen oder Haftanstalten \u00fcberproportional viele People of Color einsitzen, sagt absolut nichts \u00fcber ihre kriminelle Neigung aus. Das gilt auch f\u00fcr die unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohe Zahl von H\u00e4ftlingen aus sozial benachteiligten Verh\u00e4ltnissen im Vergleich zu H\u00e4ftlingen mit Geld und Einfluss.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe des amerikanischen Gef\u00e4ngnissystems sowie die rassistisch und klassistisch bedingte Disproportionalit\u00e4t bei der Masseninhaftierung lassen kaum R\u00fcckschl\u00fcsse auf &#8222;Verbrechen&#8220; und &#8222;Strafe&#8220; im traditionellen Wortsinn zu, verweisen aber auf das Ausma\u00df und die Intensit\u00e4t der von der wei\u00dfen Elite wahrgenommenen Bedrohung seit den 1960er Jahren. Sie sagen viel \u00fcber die Vorstellungen von einer von People of Color ausgehenden Kriminalit\u00e4t aus sowie dar\u00fcber, dass man den Armen keinen Wert beimisst, aber kaum etwas dar\u00fcber, wer der amerikanischen Gesellschaft tats\u00e4chlich schadet.<\/p>\n<p>Nur weil in deutschen Gef\u00e4ngnissen keine zwei Millionen H\u00e4ftlinge einsitzen, hei\u00dft das nicht, dass eine Entwicklung wie in den USA unm\u00f6glich ist. Wenn in einer Gesellschaft \u00fcberproportional viel von &#8222;\u00f6ffentlicher Sicherheit&#8220;, &#8222;Recht und Ordnung&#8220; oder &#8222;wir m\u00fcssen unsere B\u00fcrger vor Einwanderung sch\u00fctzen&#8220; die Rede ist, aber in Wirklichkeit ein Prozess der Kriminalisierung im Gang ist, bei dem sozial Benachteiligte oder People of Color nicht als vollwertige B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gesehen, sondern als Bedrohung dargestellt werden, dann ist das eine Entwicklung, die durchaus au\u00dfer Kontrolle geraten kann. Das Beispiel der USA in den vergangenen Jahrzehnten zeigt, dass diese Entwicklung unbedingt vermieden werden sollte.&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.<strong>bpb.de<\/strong>\/shop\/zeitschriften\/apuz\/gefaengnis-2021\/341777\/gefaengnisnation-usa\/<\/p>\n<p><strong>Ich K\u00d6NNTE<\/strong>&#8230;<br \/>\nNoch einige Hintergrund Informationen geben&#8230;<br \/>\nAber&#8230;<br \/>\nAuch ihr seit es nicht Wert.<\/p>\n<p>Mein Magen&#8230;<br \/>\nDie Medikamente, mein Herz&#8230;<br \/>\n&#8230;<br \/>\nBald, bald!<\/p>\n<p><strong>Ich BIN KEIN B\u00fcrger&#8230;<br \/>\nIm besorgten Gewand, ich bin einer&#8230;<br \/>\nDer sich WIRKLICH Sorgen macht, den ich sehe Dinge&#8230;<br \/>\nDie ihr nicht seht!<\/strong><\/p>\n<p>\u00c4hnlich der &#8222;Einigkeit&#8220;<br \/>\nDie Medien in den letzten Tagen&#8230;<br \/>\n&#8222;Die Ukraine WIRD SELBST entscheiden &#8230;&#8220;<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWirklich???<\/p>\n<p>Der EU &#8222;beitritt&#8220;<br \/>\nNUN AUCH Moldau&#8230;<br \/>\nSagt mal f\u00fcr wie d\u00e4mlich haltet ihr die Menschen&#8230;<br \/>\nEuer gegen\u00fcber?<\/p>\n<p>&#8222;Welche Socken passen zu welchem <ins datetime=\"2022-06-17T06:53:46+00:00\"><strong>Dresscode<\/strong><\/ins>?<br \/>\nDresscodes sind eine Wissenschaft f\u00fcr sich. Die Abstufungen reichen von zwanglos, \u00fcber leicht formell, formell und sehr formell bis hin zu hochoffiziell und hochfestlich. Wichtig ist, dass die Kleidung immer an Event, Umst\u00e4nde, Alter und Figur angepasst wird. Generell wirken Kontraste (schwarz-weiss) professioneller als Ton-in-Ton-Kombinationen. Ob im Gesch\u00e4ftsalltag oder Privatleben \u2013 es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettn\u00e4pfchen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Socken mit Comicfiguren, kindlichen Batikmustern und \u00fcberdimensionierten Firmenlogos haben keinen Platz in der Businesswelt. Kleider d\u00fcrfen weder zu eng, zu weit noch zu altmodisch sein. Tabu sind auch sichtbar nackte Wadenbeine, weisse Socken, braune Schuhe zum schwarzen Anzug oder Hosentr\u00e4ger bei der Abendgala.&#8220;<\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; Aba alt\u0131ndan sopa g\u00f6stermek &lt;&lt;&lt;<\/p>\n<p>Ein t\u00fcrkisches Sprichwort&#8230;<br \/>\nLetztens&#8230;<br \/>\nEine verdeckte WARNUNG an besorgte B\u00fcrger&#8230;<br \/>\nSeit NICHT zu sehr auf der Seite Russlands(!)<\/p>\n<p>Der Putin, China&#8230;<br \/>\nDiese verfickten Engl\u00e4nder, AMerika IST mir Schei\u00dfegal&#8230;<br \/>\nIch KENNE es aus der Informatik&#8230;<br \/>\nAus der Wirtschaft&#8230;<br \/>\nEs DARF zu keinem Kartell kommen&#8230;<br \/>\nDas&#8230;<br \/>\nIst es was mir Sorgen macht.<\/p>\n<p><strong>Es SIND WIEDER einige Tage ins Land gegangen&#8230;<br \/>\nEine Ernstzunehmende Quelle&#8230;<br \/>\nMein Zahlenged\u00e4chtnis<br \/>\nIch glaube es WAREN 10!?<\/p>\n<p>10 L\u00e4nder&#8230;<br \/>\nEs WIRD mit Unruhen gerechnet&#8230;<br \/>\nIn der n\u00e4chsten Zeit&#8230;<br \/>\nMeine t\u00fcrkischen Leser werden ES BEZEUGEN k\u00f6nnen, oder schlagt selbst nach&#8230;<br \/>\nMIT ernsthaften Unruhen, Gesellschaftlichen &#8222;Aufst\u00e4nden&#8220;<br \/>\nSO&#8230;<br \/>\nKANN ES nicht weitergehen, ich HATTE bei Zeiten gewarnt!<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.visionofhumanity.org\/maps\/#\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Global Peace Index 2022<\/a><\/p>\n<p>NEIN&#8230;<br \/>\nDas IST nur eine Quelle&#8230;<br \/>\nIch KANN meine Quellen NICHT offenlegen!<\/p>\n<p>PUNKT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cogito, ergo sum China I had warned you, thought you were more intelligent. Your attempts at rapprochement come too late. From now on, it can only lead to World War 3. You cautious. Anglo-SaxonS&#8230; I am not dead yet. Until my last breath, until the last. * Ich sagte doch&#8230; Es geht doch&#8230; L\u00fcgen HABEN &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=98904\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDigital populism is an other art of fundamentalism\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98904"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=98904"}],"version-history":[{"count":22,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98926,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98904\/revisions\/98926"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=98904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=98904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=98904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}