{"id":75966,"date":"2021-07-15T15:27:56","date_gmt":"2021-07-15T15:27:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=75966"},"modified":"2021-07-15T15:35:59","modified_gmt":"2021-07-15T15:35:59","slug":"banu-hanim-anliyorum-sizi-ama-yazmisken-tabii-biliyorsaniz-bunlari-tuem-gercekleri-yazsaydiniz-evet-hepimiz-korkuyoruz-hepimiz-tedirginiz-ancak-korkunun-ecele-faydasi-yok","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=75966","title":{"rendered":"Banu Han\u0131m anl\u0131yorum sizi AMA yazm\u0131\u015fken, tabii biliyorsan\u0131z bunlar\u0131 T\u00dcM ger\u00e7ekleri yazsayd\u0131n\u0131z. Evet hepimiz korkuyoruz, hepimiz tedirginiz ancak korkunun ecele faydas\u0131 yok"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Gastkommentar: Erdogan am Abgrund<br \/>\n Banu G\u00fcven vor 10 Std.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre nach dem gescheiterten Putschversuch und trotz seiner systematischen S\u00e4uberungen f\u00fcrchtet der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Erdogan noch immer den Verlust seiner Macht, kommentiert Banu G\u00fcven.<\/p>\n<p>Provided by Deutsche Welle\u00a9 Murat Cetinmuhurdar\/PPO via REUTERS Provided by Deutsche Welle<br \/>\nRecep Tayyip Erdogan hat den Putschversuch vom 15. Juli 2016, den sein fr\u00fcherer Weggef\u00e4hrte, der Prediger Fethullah G\u00fclen, angeblich organisiert haben soll, unter Kontrolle bekommen. In zwei Jahren unter Notstandsrecht hat er jedes verf\u00fcgbare Mittel genutzt, um alle potentiellen Hindernisse f\u00fcr seine ultimative Herrschaft aus dem Weg zu r\u00e4umen. Dennoch hatte er noch nie so gro\u00dfe Angst um seine Macht wie jetzt. Die neuesten Umfragen zeigen, dass er eine Pr\u00e4sidentschaftswahl derzeit nicht gewinnen k\u00f6nnte. Und es gibt Gr\u00fcnde, warum er an Unterst\u00fctzung verliert. Es sind Fehler, an denen er in diesen f\u00fcnf Jahren stur festgehalten hat. Fehler, wie sie Tyrannen machen.<\/p>\n<p>Er war zu grausam<br \/>\nIn der Folge des Putschversuchs startete Erdogan die gr\u00f6\u00dfte S\u00e4uberungswelle in der politischen Geschichte der T\u00fcrkei. Zehntausende &#8211; Milit\u00e4rs, Richter, Staatsanw\u00e4lte, Beamte, Akademiker &#8211; verloren grundlos ihre Jobs und wurden durch unerfahrene Partei-Treue ersetzt. Journalisten, Autorinnen und Mitglieder der Zivilgesellschaft landeten im Gef\u00e4ngnis &#8211; ohne Aussicht, jemals wieder frei zu kommen. Seine Gegner unter den Politikern waren schon zuvor inhaftiert worden. In den f\u00fcnf Jahren seit dem Putsch erkl\u00e4rte er jeden zum Terroristen oder zum ausl\u00e4ndischen Agenten, der ihm in die Quere kam.<\/p>\n<p>Die Journalistin und Kolumnistin Banu G\u00fcven\u00a9 Privat Die Journalistin und Kolumnistin Banu G\u00fcven<br \/>\nEr nutzte den Notstand auch, um kritische Medien auszuschalten. Dazu geh\u00f6rte auch der Nachrichtenkanal f\u00fcr den ich selbst gearbeitet habe. Solche Grausamkeiten sind schwer zu akzeptieren, selbst f\u00fcr Anh\u00e4nger des Erdogan-Regimes.<\/p>\n<p>Er hat sich \u00fcbersch\u00e4tzt<br \/>\nErdogan hat seine au\u00dfenpolitische Macht \u00fcbersch\u00e4tzt &#8211; und das ganze Land muss die Konsequenzen tragen. Was hat er sich dabei gedacht, den amerikanischen Pastor Andrew Brunson festzunehmen und ihm vorzuwerfen, er habe Verbindungen zur G\u00fclen-Bewegung? F\u00fcr die Freilassung des Pastors verlangte er von Trump die Auslieferung von Fethullah G\u00fclen, der in Pennsylvania lebt, an die T\u00fcrkei. Stattdessen bekam die T\u00fcrkei Zollerh\u00f6hungen und Sanktionen. F\u00fcr einige Tage fiel die t\u00fcrkische Lira gegen\u00fcber dem US-Dollar um 40 Prozent.<\/p>\n<p>Er w\u00e4hlte die falschen Leute<br \/>\nErdogan scharte in seinem innersten Kreis nur Verwandte um sich, Freunde oder Menschen, die ihm ausschlie\u00dflich das sagen, was er h\u00f6ren will. Also sprach ihn niemand auf seine Fehler an. Wer es wagte, wurde rausgedr\u00e4ngt. Und die Menschen in seinem Umfeld wiederum schufen eigene Netzwerke des Nepotismus. Die Gest\u00e4ndnisse eines Mafiabosses haben einige der zwielichtigen Gesch\u00e4fte zutage gef\u00f6rdert, die sich im Erdogan-Umfeld ausgebreitet haben. Darunter auch die Erpressung von Gesch\u00e4ftsleuten mit der Drohung, sie als G\u00fclen-Anh\u00e4nger zu diffamieren.<\/p>\n<p>15. Juli 2016: Putschversuch in der T\u00fcrkei\u00a9 AFP 15. Juli 2016: Putschversuch in der T\u00fcrkei<br \/>\nEr wiederholte seine Fehler immer wieder<br \/>\nInnerhalb von zwei Jahren hat Erdogan drei Direktoren der Zentralbank ersetzt, weil sie nicht hundertprozentig mit seiner Geldpolitik einverstanden waren. Obwohl ihn die Wirtschaftslage eines Besseren h\u00e4tte belehren m\u00fcssen, hielt Erdogan daran fest, dass hohe Zinsen eine galoppierende Inflation hervorrufen w\u00fcrden. Auch die Ernennung seines Schwiegersohns Berat Albayrak zum Finanzminister war keine gute Entscheidung. Er war daf\u00fcr verantwortlich, dass die Zentralbank 128 Milliarden US-Dollar verkaufte, um die t\u00fcrkische Lira zu st\u00fctzen &#8211; das verhinderte allerdings den Absturz der W\u00e4hrung nicht. Am Ende reagierten die Finanzm\u00e4rkte erleichtert auf Albayraks R\u00fccktritt. Da war es dann allerdings schon zu sp\u00e4t f\u00fcr die Wiederbelebung der t\u00fcrkischen Lira.<\/p>\n<p>Seine Intoleranz wurde noch gr\u00f6\u00dfer<br \/>\nWie bei allen Tyrannen begegnet Erdogan jeder Form von Diversit\u00e4t mit Wut, Gewalt oder bestenfalls mit Ignoranz. Ob es um eine abweichende politische Meinung geht, die pro-kurdische Partei, eine Regenbogenfahne, Studierende, Feministinnen &#8211; er wies Polizei und Justiz immer wieder an, brutal gegen sie vorzugehen.<\/p>\n<p>Erdogan nannte den Putschversuch einmal ein &#8222;Geschenk Gottes&#8220;, weil er dachte, er gebe ihm die Chance, den Staat komplett zu \u00fcbernehmen. Aber leider hat er einen weiteren Fehler gemacht, den alle Tyrannen machen. Sie halten sich ab einem gewissen Punkt f\u00fcr unbesiegbar, bis ihnen klar wird: Tyrannei ist ein von der Bev\u00f6lkerung losgel\u00f6stes, endliches System. Seine Beschaffenheit garantiert sein Ende und seine Zerst\u00f6rung. So wie ein schwarzes Loch, das immer weiter schrumpft, bis es verschwunden ist. Erdogans Haltung nach dem gescheiterten Putschversuch hat diesen Prozess noch beschleunigt. Es scheint, dass er den Punkt erreicht hat, von dem aus es keine Wiederkehr gibt f\u00fcr die Tyrannei, die im schwarzen Loch verschwindet.<\/p>\n<p>Die t\u00fcrkische Journalistin und Fernsehmoderatorin Banu G\u00fcven schreibt f\u00fcr verschiedene deutsche und t\u00fcrkische Medien. Seit 2018 lebt und arbeitet sie in Deutschland.<\/p>\n<p>Autor: Banu G\u00fcven&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/politik\/gastkommentar-erdogan-am-abgrund\/ar-AAMaAkD?ocid=msedgntp<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Bug\u00fcn bir kent ismi verdim\u2026<br \/>\nG\u0131d\u0131klayan\u2026<br \/>\nG\u0131d\u0131klam\u0131\u015f beni, bir harf bile\u2026<br \/>\nBir harf\u2026<br \/>\nNEDENSIZ!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Gastkommentar: Erdogan am Abgrund Banu G\u00fcven vor 10 Std. 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