{"id":74352,"date":"2021-06-25T10:21:59","date_gmt":"2021-06-25T10:21:59","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=74352"},"modified":"2021-06-25T10:23:16","modified_gmt":"2021-06-25T10:23:16","slug":"ya-bu-yapma-goereyim-seni-eminenin-bacaklari-oeggggggggggggg-cinli-omuzlarinda","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=74352","title":{"rendered":"Ya bu??? YAPMA g\u00f6reyim seni, Emine\u2019nin bacaklar\u0131 \u00f6ggggggggggggg \u00c7inli omuzlarinda"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Neuer Bosporus &#8211; Alptraum oder Weltklassewerk?<br \/>\n RP ONLINE vor 2 Std.<\/p>\n<p>Istanbul. Heilsbringer und Zeichen einer starken T\u00fcrkei? Oder schlichtweg eine Katastrophe? An dem geplanten Bau eines neuen Kanals durch Istanbul scheiden sich die Geister. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident will am 26. Juni nun mit der Grundsteinlegung offenbar einen Punkt setzen.<\/p>\n<p>Seit 2011 wirbt er f\u00fcr das Projekt, dessen offizielle Pr\u00e4sentation manch einen \u00fcberzeugen mag: Entlastung f\u00fcr die Meerenge Bosporus, ein neuer Jacht- und Containerhafen, schicke Wohnsiedlungen mit Blick auf den mindestens 275 Meter breiten Kanal. Die Wasserstra\u00dfe zwischen Schwarzem Meer und Marmarameer f\u00fcr \u00fcber sieben Milliarden Euro ist Teil einer Reihe ambitionierter Infrastruktur-Projekte f\u00fcr Istanbul, die Erdogan selbst als \u201everr\u00fcckt\u201c bezeichnet &#8211; im positiven Sinne.<\/p>\n<p>Der Istanbuler B\u00fcrgermeister, potenzieller Erdogan-Herausforderer und wohl prominentester Gegner des Kanalbaus, Ekrem Imamoglu, traut dem Braten nicht. Er nennt den Kanal einen \u201eAlptraum\u201c f\u00fcr die Metropole.<\/p>\n<p>Jetzt RP ONLINE Newsletter Stimme des Westens kostenlos bestellen<\/p>\n<p>Der Regierung gehe es mit dem \u201eImmobilienprojekt\u201c Kanal einzig darum, Geld zu verdienen. Die Grundsteinlegung kritisierte der CHP-Politiker zudem bereits im Voraus als Inszenierung. Bei der gehe es gar nicht um den 45 Kilometer langen Kanal, sondern erst einmal um eine Br\u00fccke \u00fcber einen Stausee, die gar nichts mit dem Kanal zu tun habe.<\/p>\n<p>Die Opposition sieht in dem Mega-Projekt den grunds\u00e4tzlichen Versuch der Regierung, ein baugetriebenes Wachstumsmodell und die Nachfrage nach billigen Krediten, auf deren Vergabe die Regierung in der Bek\u00e4mpfung der wirtschaftlichen Krise im Land setzt, aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>Die Kritik kommt nicht nur aus der Opposition. \u201eSicher wird eine zus\u00e4tzliche Durchfahrtsm\u00f6glichkeit dem Handel und der Wirtschaft einen Vorteil bringen, keine Frage\u201c, sagt Fikret Adaman, \u00d6konom an der Istanbuler Bogazici-Universit\u00e4t. \u201eAber das wird soziale und \u00f6kologische Kosten ausl\u00f6sen, die einfach zu hoch sind.\u201c<\/p>\n<p>Vor diesen Kosten warnt auch Nihan Temiz Atas von Greenpeace. \u201eExperten sagen, das Wasser aus dem Schwarzen Meer werde durch den Kanal verst\u00e4rkt in das Marmarameer flie\u00dfen\u201c und das \u00d6kosystem dort zerst\u00f6ren. Der Sauerstoffgehalt in dem Gew\u00e4sser nehme ab, \u201esobald der Sauerstoff aufgebraucht ist, gibt es kein Zur\u00fcck\u201c. Das Binnenmeer kippt um. Die Konsequenz: \u201eAls Folge davon wird Istanbul bei einem S\u00fcdwestwind einem Geruch von faulen Eiern ausgesetzt sein.\u201c<\/p>\n<p>Das Marmarameer ist derzeit ohnehin stark belastet. Fernsehsender zeigen derzeit fast st\u00fcndlich Bilder einer unter anderem durch schlechte Abwasserverarbeitung und steigende Temperaturen verursachten Schleimplage. Die bedroht nicht nur Fischer, die in den betroffenen Gebieten nicht fischen k\u00f6nnen, sondern auch das Leben im Meer. Ein zweiter Kanal k\u00f6nnte die Situation verschlimmern, meinen Experten.<\/p>\n<p>In einem Bericht unter Federf\u00fchrung der Istanbuler Stadtverwaltung unter Imamoglu wurde au\u00dferdem etwa auf Sch\u00e4den an Trinkwasser, Flora und Fauna als erwartbare Konsequenzen hingewiesen. Die Regierung widerspricht ihren Widersachern in allen Punkten. Die Umwelt werde keinen Schaden nehmen, daf\u00fcr sei gesorgt, hei\u00dft es in offiziellen Darstellungen aus dem Kommunikationsministerium.<\/p>\n<p>Erdogan nennt den Kanal auch unumg\u00e4nglich, um den Bosporus zu entlasten. Der Schiffsverkehr dort nehme kontinuierlich zu, so seine Argumentation. Nach einer Statistik der Direktion f\u00fcr K\u00fcstensicherheit nimmt die Anzahl der Schiffe seit einigen Jahren ab, Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht der Schiffe nehmen jedoch insgesamt zu.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, den Gegner des Projekts immer wieder vorbringen, ist die Erdbebengefahr. Imamoglu etwa sagte k\u00fcrzlich, der Kanal drohe bei einem starken Erdbeben zusammenzust\u00fcrzen. Dass der Stadt ein gr\u00f6\u00dferes Beben bevorsteht, gilt quasi als unumstritten.<\/p>\n<p>\u201eOb der Kanal aber einst\u00fcrzt, h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von der Bauweise und der Ausf\u00fchrung ab\u201c, sagt Marco Bohnhoff vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bau des Kanals das Beben aber ausl\u00f6se oder wahrscheinlicher mache, sei \u201esehr gering\u201c. Durch die Kanalrille d\u00fcrfte auch die umliegende Gegend nicht destabilisiert werden, so Bohnhoff. Da Erdbebenwellen aus der Tiefe k\u00e4men, sei es unerheblich, ob der Kanal existiere oder nicht.<\/p>\n<p>An Fakten oder Befugnissen d\u00fcrfte das Projekt schlussendlich nicht scheitern. \u201eNicht Du entscheidest \u00fcber den Kanal, Istanbul, die Befugnis, dar\u00fcber zu entscheiden, liegt bei mir\u201c, sagte Erdogan etwa in Richtung Imamoglus. Erdogan nennt den Kanal \u201eein Werk von Weltklasse\u201c. Wie der genau finanziert wird, ist \u00fcbrigens offen.&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/panorama\/neuer-bosporus-alptraum-oder-weltklassewerk\/ar-AALqIp1?ocid=msedgntp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Neuer Bosporus &#8211; Alptraum oder Weltklassewerk? RP ONLINE vor 2 Std. Istanbul. 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