{"id":69096,"date":"2021-04-20T15:35:53","date_gmt":"2021-04-20T15:35:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=69096"},"modified":"2021-04-20T15:43:00","modified_gmt":"2021-04-20T15:43:00","slug":"kama-sutra-genel-kueltuer-anlaminda-m-oe-vatsyayana-mallanaga-tarafindan-200-ile-300-senesinde-yazildigi-tahmin-ediliyor-sayisiz-insan-fantezisi-ile-sinirli-birlikteligin-sekil-ve-semali-vardir-y","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=69096","title":{"rendered":"Kama Sutra genel k\u00fclt\u00fcr anlam\u0131nda, M.\u00d6. Vatsyayana Mallanaga taraf\u0131ndan 200 ile 300 senesinde yaz\u0131ld\u0131\u011f\u0131 tahmin ediliyor. SAYISIZ, insan fantezisi ile s\u0131n\u0131rl\u0131 birlikteli\u011fin \u015fekil ve \u015femali vardir. Yani O oranda SIYASET ve SANAYI taraf\u0131ndan beceriliyorsunuz. Ruhunuz bile duymadan"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;ZEIT ONLINE<br \/>\nFunktionsweise der Corona-Impfstoffe: So sch\u00fctzt die Impfung vor dem Coronavirus<br \/>\n Annick Ehmann, Florian Schumann, Claudia W\u00fcstenhagen, Fabian Dinklage <strong>vor 4 Min.<\/strong><\/p>\n<p>mRNA, Vektor oder Protein-basiert: Jeder Corona-Impfstoff funktioniert etwas anders. Wir zeigen, wie die Impfungen dem K\u00f6rper beibringen, das Virus zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Ein Piks in den Arm und wenige Wochen sp\u00e4ter ist der K\u00f6rper vor dem Coronavirus gesch\u00fctzt. Was so einfach klingt, basiert auf vielen komplexen Vorg\u00e4ngen, vor allem im Immunsystem. Wie sie angesto\u00dfen werden, variiert von Impfstoff zu Impfstoff \u2013 ZEIT ONLINE zeigt, was dabei passiert.<\/p>\n<p>Welche Impfstofftechnologien gibt es?<br \/>\nManche Verfahren sind bereits l\u00e4nger erprobt, andere dagegen kommen bei Corona erstmals zum Einsatz. Hier erkl\u00e4ren wir die Funktionsweise von Impfstoffen, die bereits in der EU eingesetzt werden oder f\u00fcr die ein Zulassungsantrag in Vorbereitung ist.<\/p>\n<p>Auf einer bei Impfstoffen v\u00f6llig neuen Technologie beruhen die mRNA-Impfstoffe, etwa von BioNTech\/Pfizer und Moderna, die in der EU als Erste zugelassen wurden.<\/p>\n<p>Das Prinzip der Vektor-Impfstoffe (unter anderem von AstraZeneca und Johnson &#038; Johnson) wurde dagegen schon einmal bei einem Impfstoff gegen Ebola eingesetzt.<\/p>\n<p>Noch l\u00e4nger bew\u00e4hrt ist das Prinzip Protein-basierter Impfstoffe, etwa gegen Grippe oder Hepatitis B. Bald k\u00f6nnte mit dem Mittel von Novavax auch ein solcher Impfstoff gegen Covid-19 in der EU zugelassen werden. <\/p>\n<p>In Deutschland spielt mengenm\u00e4\u00dfig bisher der Impfstoff Comirnaty von BioNTech\/Pfizer die gr\u00f6\u00dfte Rolle.<\/p>\n<p>Vaxzevria von AstraZeneca wird hierzulande derzeit nur f\u00fcr Menschen \u00fcber 60 Jahre empfohlen, weil vorwiegend bei j\u00fcngeren Personen in Einzelf\u00e4llen seltene Formen von Thrombosen in Verbindung mit Blutpl\u00e4ttchenmangel aufgetreten waren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen muss das Mittel von Johnson &#038; Johnson nur einmal verabreicht werden. Wegen einzelner F\u00e4lle von seltenen Blutgerinnseln hat der Hersteller die Einf\u00fchrung seines Impfstoffs in Europa vorerst verschoben.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde Ema pr\u00fcft derzeit die Impfstoffe von CureVac, Sputnik V vom Gamaleja-Institut sowie die Vakzine von Novavax in einem laufenden Review-Verfahren. <\/p>\n<p>Worauf zielt die Impfung?<br \/>\nAlle diese Corona-Impfstoffe sollen das Immunsystem auf dasselbe Ziel hin trainieren: Der K\u00f6rper soll lernen, die Stachelproteine zu erkennen, die auf der Oberfl\u00e4che des Coronavirus sitzen. Sie werden auch Spikes oder Spikeproteine genannt. Das Virus nutzt sie, um in menschliche Zellen einzudringen und sich dort zu vermehren.<\/p>\n<p>Die Stachelproteine sind Antigene, also Strukturen, die das Immunsystem als fremd erkennt und bek\u00e4mpft. Bei einer Infektion mit dem Coronavirus geschieht genau das. Aber die Impfung verschafft dem K\u00f6rper einen Vorsprung.<\/p>\n<p>Die Immunzellen k\u00f6nnen sich bereits mit dem Antigen vertraut machen, ohne dass eine Gefahr durch das echte Virus besteht. So lernen sie, mit welchen Waffen sie dagegen ankommen. Der K\u00f6rper legt gewisserma\u00dfen ein Arsenal an f\u00fcr den Fall einer k\u00fcnftigen Ansteckung.<\/p>\n<p>Jeder Stachel besteht aus drei Untereinheiten. Wie diese aufgebaut sind, verr\u00e4t das Coronavirus selbst.<\/p>\n<p>An einer bestimmten Stelle in seinem Erbgut verbirgt sich der genaue Bauplan f\u00fcr die Stacheln. Forschende haben diese Stelle entschl\u00fcsselt.<\/p>\n<p>Woraus besteht die Impfung?<br \/>\nDamit die Immunzellen die Stachelproteine kennenlernen k\u00f6nnen, m\u00fcssen diese zun\u00e4chst extra nachgebaut werden. Das gilt f\u00fcr alle drei der genannten Impfstofftypen. Bei mRNA- und Vektor-Impfstoffen \u00fcbernimmt der K\u00f6rper das sogar selbst. <\/p>\n<p>Die mRNA-Impfung liefert die Stachelproteine nicht direkt, sondern nur eine Bauanleitung f\u00fcr sie, und zwar in Form von m(essenger)RNA oder auf Deutsch: Boten-Ribonukleins\u00e4ure. Damit kann der K\u00f6rper die Stacheln sp\u00e4ter selbst herstellen \u2013 und sich so seinen eigenen Trainingsgegner erschaffen. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Impfung wird die mRNA in eine H\u00fclle aus winzigen Fettkugeln verpackt. So ist die empfindliche Fracht bei der Anlieferung gesch\u00fctzt und kann von den Zellen aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Auch der Vektor-Impfstoff liefert eine Bauanleitung f\u00fcr die Stachelproteine.<\/p>\n<p>Allerdings nutzt er eine andere Art der \u00dcbergabe: Die Information wird in Form von DNA in ein Adenovirus eingebaut, ein harmloses Erk\u00e4ltungsvirus.  <\/p>\n<p>Weil diese Viren sich an menschliche Zellen binden, kann man sie gut als Transportmittel nutzen, um die DNA in die Zelle zu bef\u00f6rdern. Das Adenovirus selbst ist so ver\u00e4ndert, dass es sich nicht in menschlichen Zellen vermehren kann.<\/p>\n<p>Einen direkteren Weg nehmen Protein-basierte Impfstoffe wie der von Novavax. <\/p>\n<p>Das Mittel enth\u00e4lt n\u00e4mlich bereits winzige Corona-Stachelproteine, die in den Arm gespritzt werden. Diese Stacheln werden zuvor in Mottenzellen gez\u00fcchtet, geerntet und zu Nanopartikeln geb\u00fcndelt. In diesem Fall muss der K\u00f6rper seinen Trainingsgegner also nicht erst selbst herstellen.<\/p>\n<p>Neben diesen Partikeln enth\u00e4lt der Impfstoff einen Wirkverst\u00e4rker, der aus dem Seifenrindenbaum gewonnen wird. Er lockt Immunzellen an die Injektionsstelle. Das sorgt daf\u00fcr, dass der K\u00f6rper st\u00e4rker auf die Partikel reagiert.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Impfstofftypen gilt: Der Piks in den Arm dauert nur wenige Sekunden, doch die Impfung entfaltet ihre Wirkung \u00fcber Tage und Wochen. Es dauert also etwas, bis der Schutz einsetzt.<\/p>\n<p>Was sich w\u00e4hrend der Immunantwort auf Zellebene genau abspielt, ist sehr komplex und noch nicht bis ins letzte Detail aufgekl\u00e4rt. Aber Forschende wissen ziemlich viel dar\u00fcber, auch aus der Erfahrung mit anderen Impfstoffen. Hier geben wir den Prozess vereinfacht wieder.<\/p>\n<p>Was passiert mit dem Impfstoff im K\u00f6rper?<br \/>\nDer Impfstoff wird in den Armmuskel gespritzt. Dort verteilt er sich relativ schnell im Gewebe. Beim Protein-basierten Impfstoff werden die Impfstoffpartikel dort von Immunzellen aufgenommen (dazu sp\u00e4ter mehr). Das passiert auch bei den mRNA- und Vektor-Impfstoffen. Bei ihnen gibt es zus\u00e4tzlich noch einen anderen Weg.<\/p>\n<p>Treffen Partikel dieser beiden Impfstofftypen zum Beispiel auf Muskel- oder Bindegewebszellen, k\u00f6nnen die Zellen sie aufnehmen. So erhalten sie den Bauplan, um die Stachelproteine herzustellen.<\/p>\n<p>Die Wege innerhalb der Zelle unterscheiden sich jedoch.<\/p>\n<p>Trifft ein mRNA-Impfpartikel auf eine K\u00f6rperzelle, verschmelzen die winzigen Fettkugeln des Impfstoffs mit der Zellmembran. Die mRNA gelangt dabei ins Zellplasma. Damit ist ein wichtiger Schritt geschafft: Der Stachel-Bauplan ist abgeliefert.<\/p>\n<p>Auch Vektor-Impfstoffe zielen darauf ab, dass RNA ins Zellplasma gelangt. Allerdings ist hier ein kleiner Umweg n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Denn der Vektor transportiert den Bauplan ja in Form von DNA, und die muss erst noch in RNA umgeschrieben werden, damit die Stachel-Produktion starten kann.<\/p>\n<p>Trifft der Adenovirus-Vektor auf die Zelle, verpackt diese den Vektor in ein Bl\u00e4schen und zieht es nach innen. In der Zelle angekommen, l\u00f6st sich das Bl\u00e4schen auf. Der Vektor dockt an den Zellkern an.<\/p>\n<p>Dort wird die DNA, die den Bauplan f\u00fcr das Corona-Stachelprotein enth\u00e4lt, in RNA umgeschrieben.<\/p>\n<p>Die RNA gelangt dann auch hier ins Zellplasma. Der Umweg ist geschafft, der Bauplan f\u00fcr den Stachel liegt vor.<\/p>\n<p>Ist die RNA im Zellplasma angelangt, macht sich die Zelle an die Arbeit und stellt das Stachelprotein anhand des genetischen Bauplans her. Dieser Produktionsprozess l\u00e4uft bei mRNA- und Vektor-Impfstoffen identisch ab.<\/p>\n<p>Spezielle Molek\u00fcle im Zellplasma lesen die RNA aus. Es entsteht eine Kette von Aminos\u00e4uren, die dann zu Untereinheiten des Stachelproteins gefaltet werden.<\/p>\n<p>Je drei Untereinheiten werden zu einem Stachel zusammengebaut.<\/p>\n<p>Einige Stacheln werden wieder zerh\u00e4ckselt. Diese Bruchst\u00fccke, aber auch komplette Stacheln werden dann zur Zellmembran geschafft.<\/p>\n<p>Die geimpften Zellen zeigen die selbst gebauten Stacheln oder Bruchst\u00fccke davon auf ihrer Oberfl\u00e4che, wie auf einem Pr\u00e4sentierteller. Dort k\u00f6nnen Immunzellen sie dann erkennen. <\/p>\n<p>Einige K\u00f6rperzellen zerfallen danach und setzen dabei ebenfalls Stacheln und Bruchst\u00fccke frei, sodass Immunzellen sie aufnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie reagiert das Immunsystem?<br \/>\nDen Hauptteil der Immunantwort \u00fcbernehmen spezialisierte Abwehrzellen, sogenannte antigenpr\u00e4sentierende Zellen (APZ). Sie sind Wachposten und Alarmgeber f\u00fcr das Immunsystem. Nach der Impfung wandern sie aus anderen Orten im K\u00f6rper zur Einstichstelle der Impfung im Arm. <\/p>\n<p>Es gibt mehrere Arten, wie APZ die Immunreaktion starten k\u00f6nnen. So gehen Forscherinnen und Forscher davon aus, dass sie, genau wie K\u00f6rperzellen, direkt Impfstoff aufnehmen.<\/p>\n<p>Bei mRNA- und Vektor-Impfstoffen stellen die APZ also selbst Stachelproteine her, so wie es auch die K\u00f6rperzellen tun. <\/p>\n<p>Die produzierten Stachel werden dann zu Bruchst\u00fccken zerh\u00e4ckselt. Diese pr\u00e4sentieren die APZ ebenfalls auf ihrer Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Das geschieht in den Lymphknoten, wo andere Immunzellen st\u00e4ndig auf der Suche nach genau solchen verd\u00e4chtigen Bruchst\u00fccken sind. Darunter sind die sogenannten T-Killerzellen. Einige von ihnen k\u00f6nnen die Stachel-Bruchst\u00fccke erkennen und werden so aktiviert.<\/p>\n<p>Greift sp\u00e4ter das echte Coronavirus an, k\u00f6nnen T-Killerzellen infizierte K\u00f6rperzellen erkennen und zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Gerade haben wir gesehen, wie antigenpr\u00e4sentierende Zellen selbst Stacheln herstellen. Sie k\u00f6nnen aber noch mehr.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen auch im Gewebe umherschwimmende Stachelproteine oder Bruchst\u00fccke davon aufnehmen. Diese treiben zum Beispiel herum, wenn eine geimpfte Zelle zerf\u00e4llt. Auch in diesem Fall pr\u00e4sentieren die APZ Fragmente des Stachelproteins auf ihrer Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>T-Helferzellen erkennen die Bruchst\u00fccke und werden dadurch aktiviert. Sie sind so etwas wie die Steuerzellen des Immunsystems und mobilisieren andere Zellen, um das Virus zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren die B-Zellen. Sie sind es, die letztlich die Antik\u00f6rper herstellen: die Waffen, mit denen der K\u00f6rper das Virus bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Auch die B-Zellen k\u00f6nnen Teile von Krankheitserregern erkennen. Daf\u00fcr tr\u00e4gt jede B-Zelle auf ihrer Oberfl\u00e4che einzigartige Rezeptoren.<\/p>\n<p>Es gibt eine extreme Vielfalt dieser Rezeptoren. Manche passen zuf\u00e4llig genau zum Stachelprotein des Coronavirus. B-Zellen, die solche Rezeptoren haben, k\u00f6nnen umherschwimmende Stachelproteine erkennen und aufnehmen.<\/p>\n<p>Dann verarbeiten sie die Stachel zu Bruchst\u00fccken und pr\u00e4sentieren diese Fragmente auf ihrer Oberfl\u00e4che. Um vollst\u00e4ndig aktiviert zu werden, brauchen die B-Zellen aber sp\u00e4ter noch Hilfe.<\/p>\n<p>Einfacher ist die Sache bei den Protein-Impfstoffen. Hier m\u00fcssen die Zellen das Stachelprotein nicht erst selbst herstellen. Es ist ja bereits in Form von Nanopartikeln im Impfstoff enthalten.<\/p>\n<p>Antigenpr\u00e4sentierende Zellen nehmen die Partikel auf und pr\u00e4sentieren Bruchst\u00fccke davon auf ihrer Oberfl\u00e4che. Dadurch werden auch hier T-Helferzellen und vermutlich auch T-Killerzellen aktiviert.<\/p>\n<p>B-Zellen k\u00f6nnen umherschwimmende Nano-Stachel erkennen und pr\u00e4sentieren Bruchst\u00fccke davon auf ihrer Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Damit sind die Voraussetzungen daf\u00fcr erf\u00fcllt, dass der K\u00f6rper sich vor dem Coronavirus sch\u00fctzen kann. Was nun passiert, ist wieder bei allen Impfstoffen gleich.<\/p>\n<p>B-Zellen, die vorher Stachelprotein aufgenommen haben, pr\u00e4sentieren Bruchst\u00fccke davon nun in den Lymphknoten. Passende aktivierte T-Helferzellen docken an und stimulieren die B-Zellen. <\/p>\n<p>Erst diese doppelte Stimulation f\u00fchrt dazu, dass die B-Zellen vollst\u00e4ndig aktiviert werden.<\/p>\n<p>Dadurch vermehren sich die B-Zellen und werden zu Plasmazellen, die sich ebenfalls vervielf\u00e4ltigen und gro\u00dfe Mengen an Antik\u00f6rpern aussch\u00fctten. Damit hat der K\u00f6rper nun eine effektive Waffe gegen das Coronavirus.<\/p>\n<p>Durch den komplizierten Erkennungsmechanismus und die doppelte Pr\u00fcfung ist sichergestellt, dass nur diejenigen B-Zellen zu Plasmazellen werden, die dann auch wirklich passende Antik\u00f6rper aussch\u00fctten.<\/p>\n<p>Anfangs entstehen Antik\u00f6rper, die noch nicht ganz perfekt zum Stachel des Virus passen, aber mit der Zeit werden sie immer besser \u2013 und somit auch der Schutz.<\/p>\n<p>Was passiert, wenn das echte Virus angreift?<br \/>\nNach einer Impfung dauert es knapp zwei Wochen, bis ein erster Schutz aufgebaut ist. Der volle Schutz besteht aber bei den meisten Impfstoffen erst nach der zweiten Dosis.<\/p>\n<p>Kommen geimpfte Personen mit dem echten Coronavirus in Kontakt, schl\u00e4gt das Immunsystem Alarm. Jetzt macht sich die Impfung bezahlt.<\/p>\n<p>Die durch die Impfung gebildeten Antik\u00f6rper erkennen Sars-CoV-2 an dessen Stachelprotein wieder und docken daran an.<\/p>\n<p>Damit verhindern die Antik\u00f6rper, dass das Virus in die K\u00f6rperzellen eindringen kann: Es ist blockiert.<\/p>\n<p>Einigen Viren gelingt es im Wettlauf mit dem Immunsystem trotzdem, K\u00f6rperzellen zu kapern. Jetzt schl\u00e4gt die Stunde der T-Killerzellen.<\/p>\n<p>Sie erkennen infizierte K\u00f6rperzellen an den Stachel-Bruchst\u00fccken, die diese auf ihrer Oberfl\u00e4che pr\u00e4sentieren. Die Killerzellen sto\u00dfen sch\u00e4dliche Substanzen aus und zerst\u00f6ren somit die infizierten Zellen.<\/p>\n<p>Dadurch kann sich das Coronavirus in diesen Zellen nicht weiter vermehren. Der Angriff ger\u00e4t ins Stocken und das Immunsystem kann die Oberhand gewinnen.<\/p>\n<p>Wie erinnert sich das Immunsystem?<br \/>\nDie nach der Impfung gebildeten Antik\u00f6rper verschwinden irgendwann wieder aus dem Blut. Wie lange das bei Sars-CoV-2 dauert, ist noch nicht klar, mindestens aber einige Monate. Schwimmen mit der Zeit weniger Antik\u00f6rper im Blut, hei\u00dft das aber nicht, dass man dann wieder ungesch\u00fctzt ist.<\/p>\n<p>Das liegt daran, dass nach der Impfung manche T- und B-Zellen zu Ged\u00e4chtniszellen werden. Sie k\u00f6nnten jahrzehntelang im K\u00f6rper zirkulieren, auch wenn die Antik\u00f6rper l\u00e4ngst verschwunden sind \u2013 eine Art wachsame Langzeit-Patrouille.<\/p>\n<p>Bei Kontakt mit dem Virus erinnern sich die Ged\u00e4chtniszellen an das Stachelprotein, das sie ja schon von der Impfung kennen. Sie vermehren sich und wandeln sich wieder in ihre aktive Form um.<\/p>\n<p>Damit sorgen sie daf\u00fcr, dass das Immunsystem schnell und effektiv reagieren kann. Im Idealfall merkt man erst gar nicht, dass man sich erneut angesteckt hat und kann das Virus auch nicht an andere weitergeben.<\/p>\n<p>Mutationen im Erbgut des Coronavirus k\u00f6nnten k\u00fcnftig dazu f\u00fchren, dass das Immunsystem den Erreger etwas weniger gut erkennt. Wissenschaftler und Forscherinnen sind aber zuversichtlich, dass die Impfung trotzdem einen schweren Verlauf oder Tod durch Covid-19 verhindert.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem arbeiten die Hersteller bereits daran, ihre Impfstoffe an neue Varianten anzupassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die fachliche Beratung danken wir Leif Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Berliner Charit\u00e9 sowie Friedemann Weber, Leiter des Instituts f\u00fcr Virologie an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/coronavirus\/funktionsweise-der-corona-impfstoffe-so-sch%C3%BCtzt-die-impfung-vor-dem-coronavirus\/ar-BB1fQGoO?ocid=msedgntp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;ZEIT ONLINE Funktionsweise der Corona-Impfstoffe: So sch\u00fctzt die Impfung vor dem Coronavirus Annick Ehmann, Florian Schumann, Claudia W\u00fcstenhagen, Fabian Dinklage vor 4 Min. mRNA, Vektor oder Protein-basiert: Jeder Corona-Impfstoff funktioniert etwas anders. 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