{"id":64770,"date":"2021-02-23T16:41:43","date_gmt":"2021-02-23T16:41:43","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=64770"},"modified":"2021-02-23T16:41:43","modified_gmt":"2021-02-23T16:41:43","slug":"sehitlik-kavramini-sulandirmayin-kutsaldir","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=64770","title":{"rendered":"\u015eehitlik kavram\u0131n\u0131 suland\u0131rmay\u0131n, kutsald\u0131r"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6ncellikle dini inanc\u0131 u\u011fruna can verendir\u2026<br \/>\nVatan u\u011fruna\u2026<br \/>\n\u0130nsan, canl\u0131 u\u011fruna kendi cani can saymayan\u2026<br \/>\n\u015eehittir\u2026<br \/>\nDevletin ibnesi, \u015fehitlik kavram\u0131 M\u00fcsl\u00fcmana \u00f6zg\u00fc de\u011fildir.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/bE0tyGtCHpM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>https:\/\/www.mevzuat.gov.tr\/MevzuatMetin\/3.5.20169430.pdf<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>\u00d6NEMLI&#8230;<br \/>\nAlmanca!<\/p>\n<p>&#8222;Von Opferbereitschaft und Blutzeugnissen<br \/>\nEine Arbeitstagung am Berliner Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \u00fcber M\u00e4rtyrer-Figuren<br \/>\nOpferbereitschaft, Leid und Blutzeugnis \u2013 um diese Worte kreist die Vorstellung eines Martyriums. Die Kulturgeschichte ist voll von M\u00e4rtyrerfiguren, sagt Professor Sigrid Weigel, Direktorin des Zentrums f\u00fcr Literatur und Kulturforschung in Berlin.<\/p>\n<p>&#8220; Das ganze 20. Jahrhundert wird als das Jahrhundert der M\u00e4rtyrer betrachtet. Schauen Sie sich alle Denkmale an, Kriegerdenkm\u00e4ler, mit denen die Soldaten als M\u00e4rtyrer f\u00fcrs Vaterland verehrt werden, oder die KZ-Denkm\u00e4ler. Das sind \u00fcberwiegend Mahnmale, die sich der Ikonografie der Passion oder der Piet\u00e1 bedienen. &#8220;<\/p>\n<p>Und auch das neuzeitliche Interesse an ihnen ist gro\u00df und beschr\u00e4nkt sich keineswegs auf das aktuelle Ph\u00e4nomen von islamischen Extremisten, die behaupten, M\u00e4rtyrertode zu sterben. 1999 erschienen im Auftrag von Papst Johannes Paul II zwei dicke B\u00fccher: \u201eZeugen f\u00fcr Christus\u201c, in denen 700 katholischer M\u00e4rtyrer gedacht wird, Blutzeugen des 20. Jahrhunderts, die etwa im Nationalsozialismus oder Kommunismus ihr Leben f\u00fcr den Glauben verloren haben. 2006 legte die protestantische Kirche ihr M\u00e4rtyrergedenkbuch mit dem Titel \u201eIhr Ende \u2013 schaut an\u201c nach.<\/p>\n<p>&#8220; Ich unterscheide ganz grob zwei verschiedene kulturgeschichtliche Modelle. Das eine sind die M\u00e4rtyrer, die selber sich als M\u00e4rtyrer bezeichnen. Und in den Tod gehen sozusagen f\u00fcr etwas \u2013 ob es das christliche Bekenntnis ist oder der heilige Krieg. Das ist die kulturelle Praxis des M\u00e4rtyrers. Oder eben das Deutungsmuster, das kulturelle Deutungsmuster, dass gewaltsame Tode \u2013 also die Ermordeten, die Opfer \u2013 zu M\u00e4rtyrern gemacht werden durch Darstellung, Gedenken, Repr\u00e4sentationsformen. &#8220;<\/p>\n<p>Letzteres ist f\u00fcr Kulturwissenschaftler weitaus interessanter. Warum tauchen M\u00e4rtyrerfiguren auf? Warum werden sie \u201egemacht\u201c? Und weshalb gewinnt das Gedenken an sie Bedeutung? Sigrid Weigel:<\/p>\n<p>&#8220; Man kann sagen, dass das Opfer, das \u00fcberh\u00f6ht wird und erinnert wird, immer eine Funktion hat f\u00fcr die Stiftung einer Gemeinschaft. Ob es die St\u00e4rkung einer Gemeinschaft ist, die sich in der Minderheit befindet und verfolgt wird, oder auch die St\u00e4rkung der christlichen Gemeinschaft durch die Heiligsprechung von M\u00e4rtyrern \u2013 die M\u00e4rtyrerkalender, die dann das Kirchenjahr bestimmen und so weiter. Die andere Funktion ist nat\u00fcrlich die, dass im Kampf entweder gegen Okkupation oder Verfolgung der Tod \u2013 f\u00fcr das Vaterland, f\u00fcr die eigene Gemeinschaft, f\u00fcr die eigene Religion, durch das Blut sozusagen, das vergossen wird \u2013 eine h\u00f6here Bedeutung erh\u00e4lt. &#8220;<\/p>\n<p>Die ersten christlichen M\u00e4rtyrer sterben in der zweiten H\u00e4lfte des 1. Jahrhunderts. In den folgenden 100 Jahren entstehen erste Berichte \u00fcber die Verhaftung von Christen durch die r\u00f6mischen Beh\u00f6rden. Die klassische Philologin Katharina Waldner von der Universit\u00e4t Ehrfurt:<\/p>\n<p>&#8220; Nun wei\u00df man aber, dass in dieser Zeit, also vor 250, Christen nicht systematisch verfolgt wurden, sondern es sich mehr oder weniger nur um Einzelf\u00e4lle handelt. Wie kommt es, dass trotzdem so viel dar\u00fcber geschrieben wird? Es geht eben nicht nur um den Bericht dar\u00fcber, sondern es geht auch darum, mit diesen Berichten, sich selbst als etwas besonderes zu inszenieren, seine eigene Gruppe der Christen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen und sich so von anderen Gruppen, die man als Ketzer bezeichnet oder auch von Juden abzugrenzen und eine christliche Identit\u00e4t zu finden durch diese Art von Darstellung. &#8220;<\/p>\n<p>Tod durch Verfolgung, Kampf oder Unterdr\u00fcckung trifft die Gl\u00e4ubigen aller drei gro\u00dfen monotheistischen Religionen zu unterschiedlichen Zeiten. W\u00e4hrend die Christen von den R\u00f6mern verfolgt wurden, blieben die Juden in den Provinzen weitgehend unbehelligt und durften \u2013 im Rahmen des r\u00f6mischen Rechts \u2013 ihre religi\u00f6sen Gesetze entwickeln und befolgen. Eine M\u00e4rtyrerfigur oder ein vergleichbarer Begriff wurde in der Antike nicht entwickelt, so Dr. Gottfried Reeg vom Institut f\u00fcr Judaistik an der Freien Universit\u00e4t Berlin.<\/p>\n<p>&#8220; Es gibt F\u00e4lle \u2013 und das ist passiert \u2013 dass Juden in der Verfolgung gestorben sind oder get\u00f6tet wurden, aber es wurde da draus keine Theologie gemacht. Man hat Versuche unternommen, das zu erkl\u00e4ren und ist dabei halt auf den Begriff der \u201eHeiligung Gottes\u201c ausgegangen. Und bei diesem Begriff \u201eHeiligung Gottes\u201c steht aber im Vordergrund, dass Gott im Leben geheiligt wird. &#8220;<\/p>\n<p>Es gilt Gott im Leben durch die Einhaltung seiner Gesetze zu verherrlichen und nicht durch leidvollen Tod, Opferbereitschaft oder dergleichen. Mit dem Einsetzen der Judenverfolgungen im Mittelalter wird das Fehlen eines M\u00e4rtyrerbegriffs zum Problem. Das zahlreiche Sterben der Gl\u00e4ubigen l\u00e4sst sich theologisch nicht erkl\u00e4ren. Es entsteht die Tradition, die Namen der Ermordeten niederzuschreiben, um sie im kollektiven Ged\u00e4chtnis zu behalten \u2013 als M\u00e4rtyrer? Das \u00e4lteste Buch aus dem deutschen Sprachraum ist das so genannte N\u00fcrnberger Memorbuch, das die mittelalterliche Verfolgung der Juden an Rhein und Mosel festh\u00e4lt. Der Historiker Dr. Thomas Frank vom Zentrum f\u00fcr Literaturforschung.<\/p>\n<p>&#8220; Nun ist das Problem, dass der Editor diese Memorbuches, was im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert ediert wurde, einfach immer von M\u00e4rtyrern spricht, wo im hebr\u00e4ischen Original eigentlich andere W\u00f6rter stehen. Da spricht man von den Get\u00f6teten, manchmal spricht man von den Heiligen, auf Deutsch \u00fcbersetzt \u2013 Kaddusch \u2013 es ist nie so genau festgehalten dieser Terminus M\u00e4rtyrer, den wir eigentlich sozusagen erfunden haben, um ihn darauf anzuwenden. Sodass es also nicht so ganz einfach ist, einfach das christliche Martyriumskonzept auch auf die Sicht der Juden des Sp\u00e4tmittelalters einfach zu \u00fcbertragen. Tatsache ist, dass es ein Bewusststein dieser Verfolgung gibt in den j\u00fcdischen Gemeinschaften und einen Willen, auch ihrer zu gedenken. &#8220;<\/p>\n<p>Die Quelle f\u00fcr M\u00e4rtyrerfiguren im Islam ist das Schlachtfeld. Die erfolgreiche Ausbreitung des Islam nach Mohammeds Auszug von Mekka nach Medina im Jahr 622 christlicher Zeitrechnung war begleitet von zahlreichen religi\u00f6s motivierten Schlachten, die im Koran thematisiert werden. Die Arabistin Silvia Horsch,<\/p>\n<p>&#8220; Also das erste Mal, wo von Schlachtfeldm\u00e4rtyrern gesprochen wird, da geht es eben darum, nach einer verlorenen Schlacht zu erkl\u00e4ren, was mit den Toten ist, und die werden eben als M\u00e4rtyrer gesehen, die ins Paradies eingehen und die durch ihren Tod Lohn verdient haben. &#8220;<\/p>\n<p>Die M\u00e4rtyrer des Islam entstehen wie jene im Christentum in dem Moment, wo eine neue Religionsgemeinde Zusammenhalt und Sinn schaffen muss und sich gegen Heiden abgrenzt oder zur Wehr setzt. Wichtig ist, dass man durch die Hand der Feinde stirbt. Einen M\u00e4rtyrerbegriff, der die Selbstopferung oder das Menschenopfer \u00fcberhaupt f\u00fcr eine \u00dcberzeugung \u2013 mythisch als Blutopfer \u00fcberh\u00f6ht und Erl\u00f6sungsfunktion hat, kennt der Koran nicht, betont Angelika Neuwirth, Professorin f\u00fcr Arabistik in Berlin.<\/p>\n<p>&#8220; Da kann man eben nachschauen bei \u201eOpfer\u201c, oder dem Moment der Zeugnisablegung oder auch der Nachfolge einer Beispielfigur, die schon Opfer war, und bei allen dreien stellt man eigentlich fest, dass der Koran oder diese Gemeinde, die sich da \u00e4u\u00dfert, sehr wohl interessiert ist an diesen drei Diskursen, aber sie nicht zu einem M\u00e4rtyrerbegriff zusammenschlie\u00dft. &#8220;<\/p>\n<p>Sigrid Weigel: &#8220; Ich denke, dass die Faszination und die Bedeutung und das Gedenken an M\u00e4rtyrer etwas ist, was die drei monotheistischen Religionen verbindet. Und im Gespr\u00e4ch \u00fcber \u00c4hnlichkeiten und Unterschiede kann man sich sehr viel klar machen auch \u00fcber die Beziehung dieser Religionen \u2013 sei es in der Verbindung, sei es auch im Kampf gegeneinander. &#8222;&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/von-opferbereitschaft-und-blutzeugnissen.1148.de.html?dram:article_id=179996<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6ncellikle dini inanc\u0131 u\u011fruna can verendir\u2026 Vatan u\u011fruna\u2026 \u0130nsan, canl\u0131 u\u011fruna kendi cani can saymayan\u2026 \u015eehittir\u2026 Devletin ibnesi, \u015fehitlik kavram\u0131 M\u00fcsl\u00fcmana \u00f6zg\u00fc de\u011fildir. https:\/\/www.mevzuat.gov.tr\/MevzuatMetin\/3.5.20169430.pdf * \u00d6NEMLI&#8230; Almanca! &#8222;Von Opferbereitschaft und Blutzeugnissen Eine Arbeitstagung am Berliner Zentrum f\u00fcr Literatur- und Kulturforschung \u00fcber M\u00e4rtyrer-Figuren Opferbereitschaft, Leid und Blutzeugnis \u2013 um diese Worte kreist die Vorstellung eines Martyriums. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=64770\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u015eehitlik kavram\u0131n\u0131 suland\u0131rmay\u0131n, kutsald\u0131r\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64770"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=64770"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64771,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64770\/revisions\/64771"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=64770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=64770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=64770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}