{"id":63569,"date":"2021-02-08T09:10:26","date_gmt":"2021-02-08T09:10:26","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=63569"},"modified":"2021-02-08T09:30:16","modified_gmt":"2021-02-08T09:30:16","slug":"ve-riac-russian-international-affairs-council-aciklamasi","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=63569","title":{"rendered":"Ve RIAC (Russian International Affairs Council) a\u00e7\u0131klamas\u0131!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;RIAC analysiert: Wie Russland auf einen US-Krieg gegen den Iran reagieren w\u00fcrde<br \/>\n7 Feb. 2021 16:14 Uhr<\/p>\n<p>Die Vorstellung, dass Russland in einen m\u00f6glichen Krieg zwischen den USA und dem Iran direkt eingreifen w\u00fcrde, ist ebenso falsch wie die, dass Moskau sich einfach zur\u00fccklehnen und einer gro\u00dfen Verschiebung der Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in der Region zuschauen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>2020 war der H\u00f6hepunkt der Spannungen zwischen den USA und dem Iran seit dem Ende des Tankerkrieges im Jahr 1987 erreicht. Die Maximaldruckkampagne der Trump-Regierung und die iranische Widerstandspolitik generierten nacheinander Kollisionspunkte, f\u00fchrten aber nicht zu einem totalen Krieg. Ein Arbeitspapier, das unl\u00e4ngst beim Russischen Rat f\u00fcr internationale Angelegenheiten (RIAC) ver\u00f6ffentlicht wurde, widmet sich der Analyse von Kosten und Nutzen von Moskaus Strategie und Position in einem m\u00f6glichen Kriegsszenario zwischen den USA und dem Iran.<\/p>\n<p>Was kann Russland gewinnen<\/p>\n<p>Ein US-Krieg gegen den Iran h\u00e4tte ein langfristiges Engagement der USA im Nahen Osten zur Folge, und er d\u00fcrfte die US-Sicherheitsstrategie auf der globalen Ebene im Wettbewerb mit der Gro\u00dfmacht Russland gef\u00e4hrden. Nach dem Konzept der iranischen &#8222;Abschreckungsstrategie&#8220; werde es keinen begrenzten Krieg mit den USA geben. Der Iran wolle, so das Arbeitspapier, die Kosten eines milit\u00e4rischen Schritt der USA gegen das Land erh\u00f6hen. Auf jeglichen US-Milit\u00e4rschlag gegen den Iran werde eine &#8222;massive Vergeltung&#8220; von iranischer Seite folgen. Ein US-Milit\u00e4rschlag w\u00fcrde insofern die Lage au\u00dfer Kontrolle bringen, da der Iran das Schlachtfeld auf den gesamten Nahen Osten ausweiten und US-Ziele \u00fcberall in der Region angreifen w\u00fcrde, kommentierte der RIAC.<\/p>\n<p>Eine Situation als solche wirke sich auf konventionelle US-Machtprojektionsf\u00e4higkeit negativ aus, weil die USA dementsprechend noch mehr Truppen in die Region schicken m\u00fcssten. Die USA w\u00fcrden dann faktisch dazu gezwungen, die Zahl ihrer in Osteuropa und S\u00fcdostasien stationierten Soldaten zu reduzieren, was Russland und China mehr Handlungsspielraum in diesen strategischen Gebiete verschaffen w\u00fcrde, hei\u00dft es dazu weiter in dem Papier.<\/p>\n<p>F\u00fcr die USA sei es entscheidend, Moskau davon abzuhalten, Teheran mit irgendwelchen Mitteln zu unterst\u00fctzen, ob durch finanzielle oder milit\u00e4rische Hilfe, wenn ein offener Konflikt zwischen dem Iran und den USA ausbr\u00e4che. Russland geh\u00f6re zu den wenigen L\u00e4ndern, die die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Verteidigungsverh\u00e4ltnisses mit dem Iran anstrebten.<\/p>\n<p>Sowohl die russische als auch die iranische Wirtschaft sei abh\u00e4ngig von \u00d6l- und Gasexport. Von daher sei der R\u00fcckgang des iranischen Anteils am Kraftstoffmarkt eine Chance f\u00fcr Russland, seine Pl\u00e4ne auf dem globalen Energiemarkt besser durchzusetzen. Die Aramco-\u00d6lanlage in Saudi-Arabien sei bereits offenbar das Ziel der Angriffe durch Verb\u00fcndete des Iran geworden, insofern sei es zudem vorstellbar, dass der Iran sich im Fall eines Krieges nicht scheue, erneut \u00d6llager der arabischen Golfstaaten anzugreifen.<\/p>\n<p>Was hat Russland zu verlieren?<\/p>\n<p>F\u00fcr Moskau bedeute der Verlust eines regionalen Akteurs wie der Islamischen Republik den &#8222;Verlust eines wichtigen Partners&#8220;, der &#8222;die Last der Bek\u00e4mpfung der von den USA gef\u00fchrten unipolaren Weltordnung mit Russland&#8220; teile. Es sei fast ein Jahrzehnt her, dass Russland und der Iran ihre Ressourcen und den Informationsaustausch auf regionaler Ebene gegen US-Ambitionen b\u00fcndelten, so das Arbeitspapier. &#8222;Das Fehlen dieser Zusammenarbeit&#8220; w\u00fcrde grunds\u00e4tzlich zum st\u00e4rkeren Gebrauch russischer Ressourcen f\u00fchren, um dasselbe geopolitische Ziele zu erreichen.<\/p>\n<p>Das Streben nach einer &#8222;multipolaren Welt&#8220; verbinde beide L\u00e4nder miteinander, und das Scheitern beider k\u00f6nne diese breitere revisionistische Perspektive f\u00fcr die neue Weltordnung ernsthaft negativ beeinflussen. Der Sturz der staatlichen Ordnung in Teheran w\u00fcrde das letzte ernsthafte Hindernis f\u00fcr den Aufbau einer von den USA gef\u00fchrten Sicherheitsarchitektur im Nahen Osten beseitigen, hei\u00dft es im Arbeitspapier des RIAC. Der Sturz der Islamischen Republik schr\u00e4nke Moskaus strategische Ambitionen erheblich ein und gef\u00e4hrde Russlands Position als Gegengewicht zu Washingtons Rolle im Nahen Osten und im Mittelmeerraum. Der sogenannte &#8222;Regimewechsel&#8220; durch die USA w\u00fcrde Moskau mit unerw\u00fcnschten Entscheidungen konfrontieren. Russland m\u00fcsste entweder seine finanziellen und milit\u00e4rischen Mittel erheblich erh\u00f6hen, oder seine Nahostpolitik auf der Grundlage eines von den USA gef\u00fchrten Systems \u00fcberdenken, hei\u00dft es im Arbeitspapier.<\/p>\n<p>Die Islamische Republik habe in den letzten drei Jahrzehnten bewiesen, dass sie ein verl\u00e4sslicher russischer Partner in der Kaukasusregion sei und die geopolitischen Interessen Moskaus in Zentralasien anerkenne. Teheran verstehe sich im Grunde als ein Machtfaktor im Nahen Osten. In krassem Gegensatz zu seiner Nahostpolitik strebe Teheran keine &#8222;revisionistische Machtprojektion&#8220; in Zentralasien und Kaukasus an. Stattdessen nehme der Iran eine konservative Position ein, die darauf abziele, den &#8222;Status quo&#8220; an den n\u00f6rdlichen Grenzen beizubehalten. Die russischen Politiker betrachteten die Politik des Iran in dieser Region positiv, da beide danach streben, die Region zu stabilisieren und den &#8222;westlichen Interventionen&#8220; sowie der &#8222;Verbreitung der politischen Agenda durch die T\u00fcrkei&#8220; entgegenzuwirken. Ein US-Krieg gegen den Iran w\u00fcrde zudem das Risiko der Radikalisierung im Kaukasus durch dschihadistische Gruppen erh\u00f6hen, da Teheran inmitten eines milit\u00e4rischen Konflikts mit den USA nicht mehr in der Lage w\u00e4re, dschihadistische Gruppen im Irak und in Syrien und deren Verb\u00fcndete in Zentralasien zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Der Iran und Russland h\u00e4tten in letzten Jahren den Sturz des syrischen Pr\u00e4sidenten Baschar al-Assad und die Ausbreitung der islamistischen Milizen im syrischen B\u00fcrgerkrieg verhindert. Die Strategie Moskaus in Syrien w\u00e4re negativ betroffen, wenn der m\u00f6gliche Milit\u00e4rkonflikt zwischen den USA und dem Iran sich auch auf Levante auswirken w\u00fcrde, hei\u00dft es in dem Arbeitspapier. Eine geringere iranische Pr\u00e4senz ohne praktikablen Ersatz hinterlie\u00dfe ein &#8222;Machtvakuum&#8220; in Syrien. Ein solches Vakuum w\u00fcrde insbesondere in den Gebieten sichtbar, wo iranische Kr\u00e4fte aktiv seien: wie in Deir ez-Zor und anderen Gebieten an der Grenze zum Irak und im Gebiet von Aleppo. Wenn der Iran sich von diesen Fronten zur\u00fcckz\u00f6ge, w\u00fcrde dies Russland und Syrien erschweren, die letzte Dschihadisten-Hochburg Idlib von den Terroristen zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n<p>Die russische Reaktion auf einen US-Milit\u00e4rschlag<\/p>\n<p>Der m\u00f6gliche Konflikt zwischen den USA und dem Iran w\u00fcrde sich von fr\u00fcheren US-Interventionen im Nahen Osten unterscheiden. Ein drohender Konflikt w\u00fcrde nicht zwischen einer Supermacht und einem fragilen Staat wie dem Irak oder Syrien bestehen, sondern es k\u00e4me zur Konfrontation zwischen einer regionalen Macht, die \u00fcber ein Netzwerk gut bewaffneter regionaler Stellvertreter verf\u00fcgt und gro\u00dfen ideologischen Einfluss in der Region hat.<\/p>\n<p>Ein Konflikt zwischen den USA und dem Iran w\u00fcrde, so das Arbeitspapier, die Nahostpolitik Russlands in ein &#8222;Dilemma&#8220; st\u00fcrzen. Russland m\u00fcsste entweder neutral bleiben oder das Risiko eingehen, neuen Bedrohungen ausgesetzt zu sein. In beiden F\u00e4lle w\u00e4re es unwahrscheinlich, dass die Nahostpolitik Moskaus dieselbe bleibt.<\/p>\n<p>Eine russische Reaktion auf einen m\u00f6glichen Krieg zwischen den USA und dem Iran scheine unvermeidlich. Diese Reaktion sollte von zwei Faktoren beeinflusst sein: der russischen Wahrnehmung der Bedrohungen durch die US-Konfrontation mit dem Iran, und den politischen sowie wirtschaftlichen Chancen, die sich aus einem m\u00f6glichen Konflikt f\u00fcr Moskau erg\u00e4ben. Die Motivation der USA, eine Milit\u00e4roperation im Iran vorzunehmen und einen &#8222;Regimewechsel&#8220; durchzuf\u00fchren, hielte Russland wohlgemerkt f\u00fcr eine &#8222;Bedrohung&#8220;. Allerdings k\u00f6nne ein &#8222;Pr\u00e4ventivschlag&#8220; der USA gegen den Iran aufgrund des mutma\u00dflichen Baus einer Atombombe von der russischen F\u00fchrung anders interpretiert werden, so die RIAC-Analysten: &#8222;Ein bahnbrechender Faktor in Moskaus Berechnungen&#8220; sei insofern die iranische Entscheidung f\u00fcr oder gegen die Entwicklung einer Atombombe.<\/p>\n<p>Aufgrund der &#8222;Realpolitik Russlands&#8220; sei die Vorstellung, dass sich Moskau in einen m\u00f6glichen milit\u00e4rischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran direkt auf iranische Seite schlagen w\u00fcrde, ebenso falsch wie die, dass Russland sich einfach zur\u00fccklehnen und einer gro\u00dfen Verschiebung der Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in der Region zuschauen w\u00fcrde, analysiert der RIAC. M\u00f6gliche grundlegende Ver\u00e4nderungen in der Region durch einen sogenannten &#8222;Regimewechsel&#8220; in Teheran d\u00fcrften den Kreml allerdings veranlassen, Schritte zu unternehmen, um eine existenzielle Bedrohungen f\u00fcr die Islamische Republik abzuwehren, so das Arbeitspapier.<\/p>\n<p>Moskau habe nicht nur Israels Sicherheitsbedenken in Bezug auf die iranische Politik anerkannt, sondern auch das Recht des Iran, seine Verteidigungsf\u00e4higkeit gegen Bedrohungen aufrechtzuerhalten. Ein Teil der russischen L\u00f6sung zur Entsch\u00e4rfung existenzieller Bedrohungen der Islamischen Republik manifestiere sich insofern in der Bereitschaft, milit\u00e4rische Hilfe im Rahmen der Milit\u00e4rabkommen anzubieten, um die &#8222;konventionelle Abschreckung des Iran&#8220; zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Samir Kabulow, der Sonderbeauftragte des russischen Au\u00dfenministeriums f\u00fcr asiatische L\u00e4nder, argumentierte im Juli 2019, dass es unwahrscheinlich sei, dass Russland bei Ausbruch eines Krieges v\u00f6llig neutral bleibe. Er sagte: &#8222;Der Iran w\u00fcrde standhalten, und der Iran ist nicht allein, aber wenn die USA angreifen w\u00fcrden, w\u00e4ren bestimmte Aktionen eine Option f\u00fcr den russischen Pr\u00e4sidenten.&#8220; Es sei, so das Arbeitspapier, allerdings &#8222;unwahrscheinlich&#8220;, dass Moskau &#8222;direkt&#8220; in den m\u00f6glichen Krieg zwischen dem Iran und den USA eingreifen w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Azerbaycan HAZILIKLI OL\u2026<br \/>\nDedim sana UYMA bu\u2026<br \/>\nPezevenge, orospu \u00e7ocu\u011funa!<\/strong><\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; !!! &lt;&lt;&lt;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/russiancouncil.ru\/en\/activity\/publications\/the-fallout-of-the-us-iran-confrontation-for-russia-revisiting-factors-in-moscow-s-calculus\/?fbclid=IwAR3zhJqcykvKYXbRUB5-gItLnqXYhqZ64grYfIyJ6Ww5ajrqRJvsta_0PIU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">RIAC<\/a><\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>YOK GIDEMEDIM\u2026<br \/>\nYa valide ya hanim, S\u00dcREKLI birilerinin pe\u015findeyim\u2026<br \/>\nBEZDIM!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;RIAC analysiert: Wie Russland auf einen US-Krieg gegen den Iran reagieren w\u00fcrde 7 Feb. 2021 16:14 Uhr Die Vorstellung, dass Russland in einen m\u00f6glichen Krieg zwischen den USA und dem Iran direkt eingreifen w\u00fcrde, ist ebenso falsch wie die, dass Moskau sich einfach zur\u00fccklehnen und einer gro\u00dfen Verschiebung der Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in der Region zuschauen w\u00fcrde. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=63569\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVe RIAC (Russian International Affairs Council) a\u00e7\u0131klamas\u0131!\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63569"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=63569"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63583,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/63569\/revisions\/63583"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=63569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=63569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=63569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}