{"id":192847,"date":"2024-12-19T08:23:59","date_gmt":"2024-12-19T08:23:59","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=192847"},"modified":"2024-12-19T08:31:28","modified_gmt":"2024-12-19T08:31:28","slug":"192847","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=192847","title":{"rendered":"noch GIBT ES mich"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;<br \/>\n&#8222;Christen unter Assad-Regime mit stabilisierender Funktion f\u00fcr Syrien<br \/>\nWie hat sich die Lage der Christ*innen in Syrien durch den Sturz Assads ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>In Syrien leben derzeit sch\u00e4tzungsweise 600.000 Christen verschiedener Konfessionen. Die Gesamtbev\u00f6lkerung betr\u00e4gt etwa 24 Millionen Menschen. Noch vor einigen Jahren wurde angenommen, dass Christen etwa 10 Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachen, doch diese Zahl ist durch die massive Auswanderung in den letzten Jahren deutlich gesunken. Unter dem Assad-Regime hatten die Christen eine stabilisierende Funktion \u2013 zumindest aus Sicht des Regimes. Minderheiten wie die Christen stellten keine Bedrohung f\u00fcr die Herrschaft der alawitischen Elite dar.&#8220;<br \/>\n&#8230;<br \/>\n&#8222;F\u00fcr Kurden wird es in Syrien nach Assad-Sturz besonders kritisch<br \/>\nWie sch\u00e4tzen Sie die Lage anderer Minderheiten, etwa der Kurden ein?<\/p>\n<p>Ein zentrales Problem f\u00fcr Minderheiten, nicht nur in Syrien, sondern in der gesamten Region, ist, dass sie in der Regel kaum eine Lobby haben. Minderheiten k\u00f6nnen oft ihre Interessen nicht wirksam vertreten, da sie weder die n\u00f6tigen Strukturen noch gen\u00fcgend internationale Aufmerksamkeit haben. Das zeigt sich auch deutlich im Irak: Dort sto\u00dfen Minderheiten regelm\u00e4\u00dfig an ihre Grenzen, wenn es darum geht, ihre Rechte und Interessen durchzusetzen. Im Idealfall w\u00e4re ohnehin nicht mehr von Minderheiten die Rede, sondern von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern. So h\u00f6re ich das auch immer \u00f6fter in Gespr\u00e4chen mit Christen in der Region.<\/p>\n<p>Der Gespr\u00e4chspartner<br \/>\nDer evangelische Kirchenrat Hans-Martin Glo\u00ebl studierte 1990\/1991 in Jerusalem im Rahmen des \u00f6kumenischen Studienjahres an der Dormition Abbey. Sp\u00e4ter setzte er sein Studium an der Pal\u00e4stinensischen Bir-Zeit-Universit\u00e4t bei Ramallah fort, wo er Arabisch sowie arabische Literatur und Umgangssprache lernte.<\/p>\n<p>Von 1997 bis 1999 war er als Pfarrvikar in Beirut, Libanon, t\u00e4tig und war dort f\u00fcr die deutschsprachige Gemeinde zust\u00e4ndig, die auch Predigtstellen in Damaskus und Aleppo unterhielt. Nach seiner Zeit in Beirut leitete er 14 Jahre das Begegnungszentrum Br\u00fccke-K\u00f6pr\u00fc in N\u00fcrnberg. Aktuell ist er als Referent im \u00f6kumenischen Bereich des evangelischen Landeskirchenamts Bayern f\u00fcr die Nahost-Arbeit zust\u00e4ndig, wobei der Schwerpunkt seiner Arbeit auf dem Irak liegt.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Kurden <\/strong>d\u00fcrfte die Situation noch schwieriger werden, sollte sich die US-Politik tats\u00e4chlich vollst\u00e4ndig aus der Region zur\u00fcckziehen. Aktuell sind dort noch etwa 900 US-Soldaten stationiert, vor allem im Osten Syriens. Doch wenn die USA, wie der zuk\u00fcnftige Pr\u00e4sident Donald Trump betont, sagen: \u201eDas ist nicht unser Land, das ist nicht unser Krieg\u201c und sich endg\u00fcltig zur\u00fcckziehen, k\u00f6nnte das verheerende Konsequenzen haben. Ein solcher R\u00fcckzug mag als Nichteinmischungspolitik begr\u00fc\u00dft werden, stellt jedoch Minderheiten wie die Kurden vor massive Herausforderungen.<\/p>\n<p>Unsere Arbeit als evangelische Landeskirche ist hier ebenfalls involviert, da wir mit Partnern im Irak immer wieder auch Projekte in diesen Regionen umsetzen. Unsere Partner im Irak arbeiten nicht nur mit christlichen Gemeinden im eigenen Land, sondern auch mit solchen in Nordsyrien.<\/p>\n<p>Stichwort Irak: Sehen Sie Parallelen zwischen dem Land und Syrien?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Syrien und dem Irak. Beide L\u00e4nder standen lange unter der Herrschaft repressiver Regime \u2013 Saddam Hussein und Assad. Beide Pr\u00e4sidialdiktaturen haben ihre Bev\u00f6lkerung massiv unterdr\u00fcckt, und obwohl sie einen \u00e4hnlichen Hintergrund hatten, waren sie keineswegs immer Verb\u00fcndete. Ihr Umgang mit Minderheiten war aber vergleichbar, und vieles von dem, was \u00fcber Syrien gesagt werden kann, trifft auch auf den Irak zu.<\/p>\n<p>Nach der amerikanischen Invasion im Irak geriet die Situation jedoch au\u00dfer Kontrolle, was auch strukturelle Gr\u00fcnde hatte. Die USA l\u00f6sten staatliche Institutionen sowie die Armee auf, was unz\u00e4hlige Menschen arbeitslos machte und tragende S\u00e4ulen des Staates zum Einsturz brachte. Dieser strategische Fehler trug ma\u00dfgeblich dazu bei, dass der Irak in Chaos und Gewalt versank.&#8220;<br \/>\n&#8230;<\/p>\n<p><strong>ICH&#8230;<br \/>\nGEB euch DIE Kurden,<br \/>\nWollen DOCH MAL SEHEN ob es euch gelingen wird solange&#8230;<br \/>\nIch und meines gleichen Leben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Seit 1000 Jahren LEBEN WIR ZUSAMMEN<\/strong><\/p>\n<p>2024 &#8211; 1071 = 953<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/img-s-msn-com.akamaized.net\/tenant\/amp\/entityid\/AA1w6hp1.img?w=768&#038;h=512&#038;m=6\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Gaza-Krieg: Pal\u00e4stinenser verklagen Blinken wegen US-Unterst\u00fctzung f\u00fcr Israel<br \/>\nArtikel von Katerina Alexandridi \u2022 16 Std&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/politik\/gaza-krieg-pal%C3%A4stinenser-verklagen-blinken-wegen-us-unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-israel\/ar-AA1w6cAW?ocid=msedgntp&#038;pc=U531&#038;cvid=3228cbd4600f4373bad4be37be6100aa&#038;ei=7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; &#8222;Christen unter Assad-Regime mit stabilisierender Funktion f\u00fcr Syrien Wie hat sich die Lage der Christ*innen in Syrien durch den Sturz Assads ver\u00e4ndert? 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