{"id":154170,"date":"2023-11-14T16:11:44","date_gmt":"2023-11-14T16:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=154170"},"modified":"2023-11-14T16:12:59","modified_gmt":"2023-11-14T16:12:59","slug":"testimony","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=154170","title":{"rendered":"### !!! >>> Testimony <<< !!! ###"},"content":{"rendered":"<p>NEIN,<br \/>\nHabe es NICHT mal gelesen&#8230;<br \/>\nWei\u00df was drin vorkommen MUSS&#8230;<br \/>\nMeine quellen SIND andere<\/p>\n<p>&#8222;<strong>Fallen der Kommunikation bei der Terroristenjagd<\/strong><br \/>\n01. August 2007  Florian R\u00f6tzer<br \/>\nW\u00e4hrend Osama bin Laden oder Sawahiri seit 1998 weder Mobiltelefone noch das Internet benutzen, konnten andere Terror- oder Talibanchefs durch deren \u00dcberwachung geortet und get\u00f6tet werden<\/p>\n<p>Die T\u00f6tung von al-Sarkawi, des al-Qaida-Chefs im Irak, im letzten Jahr und die des Taliban-Chefs Mullah Dadullah in diesem Jahr wurden als Erfolge gefeiert, obgleich in beiden F\u00e4llen sich praktisch keine Erfolge einstellten und die Anschl\u00e4ge und Aktivit\u00e4ten unvermindert weiter gingen. In beiden F\u00e4llen hatten Spezialeinheiten des amerikanischen und des britischen Geheimdienstes die Aufenthaltsorte der Gesuchten durch \u00dcberwachung der Kommunikation identifizieren k\u00f6nnen, da Sarkawi Handys und Dadullah ein Satellitentelefon verwendete.<\/p>\n<p>Offenbar haben manche Terror- und Widerstandsf\u00fchrer nicht gelernt, was Osama bin Laden \u2013 mittlerweile wurde das Preisgeld f\u00fcr ihn auf 50 Millionen US-Dollar heraufgesetzt &#8211; beherzigt, seitdem er 1998 wom\u00f6glich knapp einer Tomahawk-Rakete entgangen ist. US-Geheimdienste hatten bin Laden in einem Lager in Afghanistan geortet, weil er ein Satellitentelefon nutzte. Es war sp\u00e4testens seit 1996 bekannt, dass Bin Laden damit den Kontakt weltweit mit Anh\u00e4ngern aufrechterhielt. Die Taliban waren hingegen technikfeindlich und hatten Fernsehen, Handys und das Internet aus ihrem Gottestaat verbannt. Die Anschl\u00e4ge auf die amerikanischen Botschaften in Afrika f\u00fchrten in den USA zur Erkl\u00e4rung eines &#8222;neuen Kriegs&#8220; gegen den Terrorismus. Weil man aber z\u00f6gerte, mit einer verdeckten Aktion in Afghanistan einzudringen und Bin Laden zu fangen, beschloss die Regierung gezielte Zerst\u00f6rungen oder Angriffe auf eine angebliche Fabrik zur Herstellung von chemischen Waffen in Sudan und auf al-Qaida-Lager in Afghanistan. Zuf\u00e4llig soll bin Laden sein Satellitentelefon ausgeschaltet haben, so dass der Angriff daneben ging (Krieg der Zukunft, Bin Ladin und das Satellitentelefon).<\/p>\n<p>Das Pentagon teilte allerdings dann mit, man habe den Terrorchef gar nicht t\u00f6ten wollen. Wie auch immer, seit diesem Tag hat Bin Laden kein Telefon mehr benutzt und hat auch sonst jedes Mittel der Telekommunikation vermieden. Beim Angriff auf das Taliban-Regime nach den Anschl\u00e4gen vom 11.9. ist Bin Laden verschwunden. Ebenso wie sein &#8222;Stellvertreter&#8220; Sawahiri tauchen nur dann und wann Audio- und Videodokumente auf, die zun\u00e4chst den Medien zugespielt und dann auch direkt \u00fcber das Internet verbreitet wurden. Das \u00dcberbringen der B\u00e4nder und die Kommunikation wird angeblich mit einem komplizierten Netz an Boten organisiert, das von den Geheimdiensten bislang nicht geknackt und auf die Aufenthaltsorte von Sawahiri und Bin Laden, so letzterer noch leben sollte, zur\u00fcckverfolgt werden konnte.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Bush versuchte Ende 2005 \u00fcbrigens die Geschichte mit dem Satellitentelefon f\u00fcr sich nutzbar zu machen. Er wollte damit der wachsenden Kritik begegnen, nachdem bekannt wurde, dass die NSA Telefongespr\u00e4che, die vom Ausland kommen oder ins Ausland gehen, heimlich und ohne richterliche Genehmigung abh\u00f6rt. Die Terroristen w\u00fcrden sich, so Bush, \u00fcber die Telekommunikation organisieren und Anschlagspl\u00e4ne aushecken. Ein Zwei-Minuten-Gespr\u00e4ch zwischen einem al-Qaida-Mitglied in den USA und einem al-Qaida-Kommandeur im Ausland k\u00f6nne zum Tod von Tausenden von Menschen f\u00fchren, warnte der US-Pr\u00e4sident. Daher m\u00fcsse die \u00dcberwachung fortgesetzt werden, und sie m\u00fcsse geheim gehalten werden, damit man den Feind nicht warnt. Und hier kommt die Geschichte mit bin Laden ins Spiel:<\/p>\n<p>Let me give you an example about my concerns about letting the enemy know what may or may not be happening. In the late 1990s, our government was following Osama bin Laden because he was using a certain type of telephone. And then the fact that we were following Osama bin Laden because he was using a certain type of telephone made it into the press as the result of a leak. And guess what happened? Saddam &#8212; Osama bin Laden changed his behavior. He began to change how he communicated.<\/p>\n<p>Bush bezog sich hier ebenso wie die 9\/11-Kommission in ihrem Bericht auf einen Artikel, der am 21. August 1998 in der Washington Times erschienen ist. Am 20. waren die al-Qaida-Lager in Afghanistan beschossen worden, nachdem man eine Woche zuvor mit der Planung begonnen hatte. Bush sprach davon, dass der Plan, Bin Laden \u00fcber sein Satellitentelefon zu orten, an die Presse durchgesickert und dieser deshalb vorgewarnt war. Wie die Washington Post und Slate minuzi\u00f6s herausarbeiteten, hatte die Washington Times in dem Artikel allerdings nur wiederholt, was seit Jahren bekannt war:<\/p>\n<p>He keeps in touch with the world via computers and satellite phones and has given occasional interviews to international news organizations, including Time magazine and CNN News.<\/p>\n<p>Artikel der Washington Times<br \/>\nTaliban-Kommandeur Dadullah und die Signale von Satellitentelefonen<br \/>\nDas Ausw\u00e4rtige Amt hatte nach der Entf\u00fchrung der beiden Deutschen angek\u00fcndigt, man werde in den &#8222;Medienkrieg&#8220; gegen die Taliban eintreten, die mit irref\u00fchrenden Informationen auch die deutsche Bev\u00f6lkerung verunsichern (&#8222;Zeremonienmeister des Terrors&#8220;). Oft hervorgehoben wurde in den Medien seitdem, wie geschickt die Taliban mittlerweile Mobiltelefone, das Internet und andere Medien einsetzen w\u00fcrden, um ihre Botschaften zu verbreiten. Zum Verh\u00e4ngnis wurde dies allerdings dem Taliban-Kommandeur Mullah Dadullah, der schon gegen die Russen k\u00e4mpfte und dabei einen Fu\u00df verloren hatte. In diesem Fall hatte der britische Milit\u00e4rgeheimdienst Special Boat Service (SBS) in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Hightech-Einheit Task Force Orange die Ortung von Dadullah erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Nach Darstellung der britischen Times kam man Dadullah nach der Freilassung des italienischen Journalisten Daniele Mastro-giacomo auf die Spur. Die afghanische Regierung musste deswegen herbe Kritik einstecken, weil sie f\u00fcr den Journalisten f\u00fcnf Taliban-K\u00e4mpfer aus dem Gef\u00e4ngnis entlie\u00df. Das aber hat erst die M\u00f6glichkeit geschaffen, den Kommandeur aufzusp\u00fcren, da sich unter den Freigelassenen auch Mullah Shah Mansoor, der Bruder von Dadullah, befand. Task Force Orange war in der Lage, m\u00f6glicherweise mit einem kleinen GPS-Ger\u00e4t oder einem anderen Sender, dessen Weg bis zu einem Trainingslager im pakistanischen Quetta zu verfolgen. Dort wurde das Signal eines Satellitentelefons entdeckt, das von Dadullahs K\u00e4mpfern verwendet wurde. Mit diesem konnte man wiederum den Weg der von Dadullah gef\u00fchrten Gruppe von Quetta \u00fcber die Grenze nach Afghanistan verfolgen.<\/p>\n<p>Da die US-amerikanische Spezialeinheit Delta Force angeblich anderweitig besch\u00e4ftigt war, griffen Soldaten der britischen SBS mit afghanischen Soldaten die Geb\u00e4ude an, in denen man Dadullah mit seinen Gef\u00e4hrten verortet hatte. Nach mehrst\u00fcndigen K\u00e4mpfen wurden die 20 Taliban mitsamt Dadullah get\u00f6tet (Rosa Cover).<\/p>\n<p>\u00dcberwachung von Internetcafes und Handys f\u00fchrte zur Lokalisierung von Al-Sarkwi<br \/>\nSchon im letzten Jahr wurde auch al-Sarkawi, dem damaligen al-Qaida-Chef im Irak, die Benutzung von Telefonen zum Verh\u00e4ngnis. Wieder spielte dabei die Task Force Orange eine wichtige Rolle, wie Rowan Scarborough in seinem k\u00fcrzlich erschienenen Buch &#8222;Sabotage&#8220; berichtet und damit einen interessanten Einblick in die Geheimdienstmethoden gibt.<\/p>\n<p>Auf der Jagd nach dem ber\u00fcchtigten und grausamen Terroristenf\u00fchrer aus Jordanien, den die US-Regierung f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Anschl\u00e4ge verantwortlich machte, schickte die CIA zun\u00e4chst 2006 angeblich Mitarbeiter in irakische Internetcafes. Dort luden sie auf die Rechner Trojaner, um so die auf den Rechnern geschriebenen Emails mitlesen zu k\u00f6nnen. Diese \u00dcberwachung f\u00fchrte allerdings nicht direkt zu Erfolgen, da m\u00f6gliche Verd\u00e4chtige ihre Mitteilungen meist in Geheimschrift kodieren, aber dar\u00fcber konnten diese nach dem Verlassen des Internetcafes abgepasst und verfolgt werden.<\/p>\n<p>Die Emails wurden auch an Task Force Orange weitergeleitet, eine 600-Mann-Truppe, die 2002 vom Pentagon zur Jagd auf verd\u00e4chtige Terroristen geschaffen und dem Joint Special Operations Command (JSOC) unterstellt wurde. 2006 wurde die Geheimdiensttruppe mit der neuen Einheit Computer Network Operations erg\u00e4nzt. Nach Informationen von Scarborough verf\u00fcgt diese Truppe \u00fcber eigene Flugzeuge, mit denen Mitarbeiter in verdeckten Operationen in andere L\u00e4nder fliegen, um dort Verd\u00e4chtige aufzusp\u00fcren und Kommunikation abzuh\u00f6ren. Al-Sarkawi war, wie andere Mitglieder der Terrorgruppe, unvorsichtig und hat die Aktionen und Anschl\u00e4ge \u00fcber Mobiltelefone oft pers\u00f6nlich koordiniert. Listen mit Telefonnummern, die \u00fcberwacht werden sollten, fanden sich auf Handys von gefangenen oder get\u00f6teten al-Qaida-Mitgliedern.<\/p>\n<p>Zwar habe al-Sarkawi kein eigenes Handy benutzt, sondern sich Handys von anderen geliehen, um seine Befehle zu \u00fcbermitteln oder Stra\u00dfenbomben zu z\u00fcnden. Auf seine Spur kam man durch die \u00dcberwachung der Emails. Gleichzeitig wurden von der NSA alle Handys identifiziert und abgeh\u00f6rt, die sich gleichzeitig mit den verd\u00e4chtigen Email-Schreibern in der N\u00e4he der Internetcafes befanden. So konnten die Benutzer ermittelt und eine Liste mit Anh\u00e4ngern von al-Sarkawi erstellt werden, die nun von den Mitgliedern von Task Force Orange mit Fahrzeugen, Flugzeugen und Drohnen und durch die Handy-Ortung verfolgt werden konnten. Entdeckt wurde der Aufenthalt von al-Sarkawi schlie\u00dflich, als ein Telefongepr\u00e4ch abgeh\u00f6rt werden konnte, in dem ein Islamist davon sprach, demn\u00e4chst al-Sarkawi zu treffen. Als er zu seinem Haus in der N\u00e4he von Bakuba reiste und dort eine Stunde sp\u00e4ter al-Sarkawi eintraf, orderte der Kommandeur zwei F-16 und lie\u00df das Haus bombardieren. Al-Sarkawi wurde dabei get\u00f6tet, das Pentagon lie\u00df Fotos des get\u00f6teten Terrorf\u00fchrers zirkulieren, um den Erfolg zu dokumentieren (Archaische Bilder vom Sieg). (Florian R\u00f6tzer)&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Fallen-der-Kommunikation-bei-der-Terroristenjagd-3414626.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NEIN, Habe es NICHT mal gelesen&#8230; Wei\u00df was drin vorkommen MUSS&#8230; Meine quellen SIND andere &#8222;Fallen der Kommunikation bei der Terroristenjagd 01. 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