{"id":139578,"date":"2023-07-11T14:34:00","date_gmt":"2023-07-11T14:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=139578"},"modified":"2023-07-11T14:41:19","modified_gmt":"2023-07-11T14:41:19","slug":"richtig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=139578","title":{"rendered":"Richtig"},"content":{"rendered":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"u3U9yePGtp\"><p><a href=\"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=109599\">ALLES zum Wohle der Menschheit, zuuu unserem Schutz!???<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;ALLES zum Wohle der Menschheit, zuuu unserem Schutz!???&#8220; &#8212; \u00d6nder G\u00fcrb\u00fcz\" src=\"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=109599&#038;embed=true#?secret=u3U9yePGtp\" data-secret=\"u3U9yePGtp\" width=\"525\" height=\"296\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Ein Diktator per Definition IST ein uneingeschr\u00e4nkter Herrscher&#8230;<br \/>\nMachthaber oder auch Gewaltherrscher. Im politischen sinne gibt es aber auch Begriffe wie<br \/>\nDiktatur des Proletariats oder<br \/>\n\u201eDie Diktatur (von lateinisch dictatura) ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator, oder eine regierende Gruppe von Personen (z. B. Partei, Milit\u00e4rjunta, Familie) mit weitreichender bis unbeschr\u00e4nkter politischer Macht auszeichnet.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePolitische F\u00fchrung in der Diktatur<br \/>\nJan C. Behrends(Mehr zum Autor)\u00f6ffnen<br \/>\n22.12.2009 \/ 17 Minuten zu lesen<\/p>\n<p>Politische F\u00fchrung in der Diktatur gr\u00fcndet sich auf pers\u00f6nliche Netzwerke der Macht und den Versuch, eine charismatische, &#8222;emotionale Vergemeinschaftung&#8220; (Max Weber) zwischen Herrscher und Beherrschten herzustellen.<br \/>\nEinleitung<br \/>\nMax Weber vertrat gegen Ende des Ersten Weltkriegs die Auffassung, dass es schwer sein werde, die Monarchie als legitimierende Kraft zu substituieren. Das Erbcharisma eines K\u00f6nigs versehe die staatliche Ordnung mit einer Legitimit\u00e4tsquelle, die &#8222;gerade in modernen Massenstaaten nicht leicht ersetzt werden k\u00f6nne&#8220;.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[1] Der radikale Bruch, den die Revolution im Herbst 1918 f\u00fcr die deutsche Staatlichkeit bedeutete, erschien ihm deshalb als problematisch. Und auf einer allgemeinen Ebene verdeutlichte Weber ein Grundproblem moderner Herrschaft: Wie konnte eine Republik emotionale Bindungen zwischen Herrschaft und Gesellschaft aufbauen, die Europas Monarchien stark gemacht hatte? Wie konnte politische F\u00fchrung neu begr\u00fcndet, legitimiert und durchgesetzt werden?<\/p>\n<p>Der politische Beobachter Max Weber war ein Seismograph daf\u00fcr, wie aktuell diese Fragen zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren. In vielerlei Hinsicht haben sie nur wenig von ihrer Dringlichkeit eingeb\u00fc\u00dft: In Zentralasien, China und in Teilen S\u00fcdamerikas sind Formen diktatorischer Herrschaft und Varianten autorit\u00e4rer F\u00fchrerschaft fest verankert. Sie sch\u00f6pfen ihre Legitimit\u00e4t aus einer antiliberalen Agenda, die auch die Diktaturen Europas im 20. Jahrhundert auszeichnete.<br \/>\nDiktatur als Begriff und moderne Regierungsform<br \/>\nDer Begriff Diktatur geht auf das au\u00dferordentliche Amt des Diktators in der R\u00f6mischen Republik zur\u00fcck, eines politischen F\u00fchrers, der im Krieg oder w\u00e4hrend innerer Unruhen f\u00fcr begrenzte Zeit mit weitgehenden Machtbefugnissen ausgestattet wurde. Wer bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts von &#8222;Diktatur&#8220; sprach, hatte vor allem diese Institution des r\u00f6mischen Verfassungsrechts vor Augen. Illegitime Herrscher wurden dagegen als Tyrannen oder Despoten gebrandmarkt.<br \/>\nDer Sturz der legitimen Monarchien Europas nach 1789 schuf die Voraussetzung f\u00fcr die R\u00fcckkehr des antiken Begriffs in die politische Sprache.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[2] Schlie\u00dflich entwickelte Karl Marx den Begriff der Diktatur weiter; er sah nicht mehr in einem einzelnen Diktator, sondern in der sozialen Gruppe des &#8222;Proletariats&#8220; den Tr\u00e4ger einer autorit\u00e4ren Herrschaft, die insofern begrenzt sein sollte, als ihr Ziel das &#8222;Absterben&#8220; des Staates an sich in der kommunistischen Gesellschaft war. Seine gegenw\u00e4rtige Bedeutung erhielt der Begriff Diktatur im Ergebnis der russischen Revolution. In Lenins Schrift &#8222;Staat und Revolution&#8220; stellte der russische Revolutionsf\u00fchrer eine Verbindung her zwischen dem Klassenkampf und der Errichtung einer auf Gewalt gest\u00fctzten Herrschaft des Proletariats: &#8222;Die Lehre vom Klassenkampf, von Marx auf die Frage des Staates und der sozialistischen Revolution angewandt, f\u00fchrt notwendig zur Anerkennung der politischen Herrschaft des Proletariats, seiner Diktatur, d.h. einer mit niemand geteilten und sich unmittelbar auf die bewaffnete Gewalt der Massen st\u00fctzenden Macht.&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[3] Wie Marx sah auch Lenin die &#8222;Volksmassen&#8220; als Souver\u00e4n, dem allein die legitime Macht in dieser neuen Form von Staatlichkeit zustand.<br \/>\nNur wenige Jahre nach Lenin hat der Staatsrechtler Carl Schmitt versucht, den Begriff der Diktatur dadurch zu sch\u00e4rfen, dass er die Unterscheidung zwischen &#8222;kommissarischer&#8220; und &#8222;souver\u00e4ner&#8220; Diktatur einf\u00fchrte.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[4] W\u00e4hrend die &#8222;kommissarische Diktatur&#8220; auf die Bewahrung der bestehenden Staatsordnung durch zeitweilige Aufhebung der Verfassung ziele, will die &#8222;souver\u00e4ne Diktatur&#8220; eine neue gesellschaftliche Ordnung etablieren. Im Unterschied zur marxistischen Tradition, die Diktatur als Herrschaft der entrechteten Massen begriff, und abweichend von der Analyse Schmitts, der Diktatur als Scharnier zur neuen Ordnung sah, waren die Diktaturen des 20. Jahrhunderts von langer Dauer, innerer Stabilit\u00e4t und lebenslanger F\u00fchrerschaft einzelner Personen gepr\u00e4gt. &#8222;Kommissarische Diktaturen&#8220;, das hei\u00dft befristete Ausnahmezust\u00e4nde zum Schutz oder der Wiederherstellung der politischen Ordnung, waren die Ausnahme.<br \/>\nAus den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts bildete sich eine Verwendung des Begriffs der Diktatur, der jegliche Form unumschr\u00e4nkter Machtentfaltung bezeichnet, die sich in Gegensatz zum liberalen Verfassungsstaat westlicher Pr\u00e4gung befindet. Um die Form der Diktatur zu charakterisieren, ist die historische Forschung dazu \u00fcbergegangen, von &#8222;kommunistischer&#8220;, &#8222;faschistischer&#8220; oder &#8222;nationalsozialistischer Diktatur&#8220; ebenso zu sprechen wie von &#8222;moderner Diktatur&#8220; oder auch von &#8222;Wohlfahrtsdiktatur&#8220;. Bei diesen Bezeichnungen handelt es sich um Interpretationsangebote, die einen spezifischen Akzent &#8211; Ideologie, Wirtschaft, Sozialpolitik &#8211; diktatorischer Herrschaft betonen.<br \/>\nF\u00fcr die Frage nach politischer F\u00fchrung in der Diktatur ist es zielf\u00fchrender, sich auf Max Weber zu beziehen, der charismatische F\u00fchrerschaft als &#8222;au\u00dferallt\u00e4glich (&#8230;) geltende Qualit\u00e4t einer Pers\u00f6nlichkeit&#8220; bezeichnete, &#8222;um derentwillen sie als mit nicht jedem andern zug\u00e4nglichen Kr\u00e4ften oder Eigenschaften oder als gottgesandt oder als vorbildlich und deshalb als F\u00fchrer gewertet wird&#8220;.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[5] Weber wies darauf hin, dass nicht die Eigenschaften des Charismatr\u00e4gers, sondern die soziale Beziehung zwischen F\u00fchrern und Gef\u00fchrten entscheidend sei. Der unbedingte Gehorsam bedingt zudem die Gewaltstruktur charismatischer Herrschaft, die eines rechtlichen Fundamentes nicht bedarf. Bedroht wird dieses F\u00fchrercharisma nach Weber durch Verallt\u00e4glichung, Entzauberung, B\u00fcrokratisierung und fehlenden Erfolg.<br \/>\nIn der Geschichte des 20. Jahrhunderts lassen sich sowohl Anhaltspunkte f\u00fcr eine Interpretation von Diktatur als permanentem Ausnahmezustand wie auch als Form charismatischer Herrschaft finden. Zentral ist in beiden F\u00e4llen, dass einzelne Personen politische Macht in beispielloser Weise auf sich vereinigen konnten. Erst diese Machtf\u00fclle erlaubte ihnen, die Verbrechen zu befehlen, von denen das vergangene Jahrhundert gepr\u00e4gt wurde.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[6]<br \/>\nRussland und Deutschland: Wege zu pers\u00f6nlicher F\u00fchrerschaft<br \/>\nIm Zuge der russischen Revolution des Jahres 1917 gelangten die Bolschewiki an die Macht und errichteten gezielt ihre Alleinherrschaft.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[7] Der Berufsrevolution\u00e4r Wladimir I. Lenin war in den Jahren des Untergrunds und Exils der unumstrittene Parteif\u00fchrer. Doch nach seiner eigenen Doktrin war Lenin einer h\u00f6heren Instanz, n\u00e4mlich der Partei als historische Gestalt der Arbeiterklasse, Rechenschaft schuldig. Dies verpflichtete ihn zur R\u00fccksichtnahme auf andere F\u00fchrungsfiguren.<br \/>\nLenin ergriff 1917 den Vorsitz in der Regierung (&#8222;Rat der Volkskommissare&#8220;). Seine Stellung l\u00e4sst sich mit dem Begriff des Diktators nur unzutreffend beschreiben. Er beanspruchte von Beginn an extralegale Gewalt und konnte im B\u00fcrgerkrieg weitreichende Entscheidungen treffen. Dies zeigte sich im Konflikt mit Polen, den Lenin weitgehend im Alleingang vorantrieb. Nach der milit\u00e4rischen Niederlage im Sommer 1920 musste er seine Strategie jedoch rechtfertigen und suchte den Schulterschluss mit anderen f\u00fchrenden Genossen.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[8] W\u00e4hrend die bolschewistische Diktatur mit dem Beginn des &#8222;Roten Terrors&#8220; im Sommer 1918 zum permanenten Ausnahmezustand \u00fcberging, lag die politische F\u00fchrung nicht allein in den H\u00e4nden Lenins. Sie wurde vielmehr vom Zentralkomitee der KPdSU ausge\u00fcbt, das Entscheidungen intern kontrovers diskutierte. F\u00fcr gew\u00f6hnliche Parteimitglieder oder die Bev\u00f6lkerung machte dies freilich keinen bedeutenden Unterschied: Sie waren der kommunistischen Herrschaft ausgeliefert. Mit dem Tod Lenins 1924 begann seine Verkl\u00e4rung im F\u00fchrerkult. An der Parteispitze tobte ein langj\u00e4hriger Kampf um die politische F\u00fchrung. Dabei zeigte sich rasch, dass die Kontrolle des Parteiapparats f\u00fcr Josef W. Stalin, der seit April 1922 das neue Amt eines Generalsekret\u00e4rs besetzte, einen entscheidenden Vorteil bedeutete.<br \/>\nDer deutsche Weg in die Diktatur unterscheidet sich fundamental vom russischen Szenario. Nach der Niederlage des Kaiserreichs gelang es Mitte der 1920er Jahre zun\u00e4chst, die neue liberale Staatsordnung zu stabilisieren. Erst mit dem Ende der parlamentarischen Regierung im Reich 1930 und in Preu\u00dfen 1932 begann die Zerst\u00f6rung der Republik, die seit ihrer Gr\u00fcndung von links und rechts bek\u00e4mpft worden war. Die Nationalsozialisten, die sich von demokratischen Parteien dadurch absetzten, dass sie sich als &#8222;Bewegung&#8220; inszenierten, wurden nach ihrer Niederlage im Putsch von 1923 zur Partei Adolf Hitlers, der nach seiner Entlassung aus kurzer Haft zu ihrem unumschr\u00e4nkten &#8222;F\u00fchrer&#8220; aufstieg.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[9] Hitler eiferte dem Vorbild des faschistischen duce Benito Mussolini nach und pr\u00e4sentierte sich als starker Mann, der Deutschland vor der &#8222;bolschewistischen Gefahr&#8220; bewahren k\u00f6nne.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[10] Innerhalb der &#8222;Bewegung&#8220; gelang es Hitler bereits vor 1933, seine Rivalen auszuschalten.<br \/>\nHitlers Auftritte pr\u00e4gten das Bild der NSDAP. Zugleich stand er im Zentrum der Macht; es gab in der Partei keine Instanz, der er Rechenschaft schuldig war. Im Unterschied zu den Bolschewiki existierte in der NSDAP keine Diskussionskultur. W\u00e4hrend in der Sowjetunion zun\u00e4chst noch auf Parteitagen \u00fcber politische Entscheidungen in eingeschr\u00e4nktem Ma\u00dfe gestritten werden konnte, waren die N\u00fcrnberger Aufm\u00e4rsche der NSDAP nur mehr Mittel der Selbstdarstellung. Politische Entscheidungen f\u00e4llte Hitler im Kreise seiner zu absoluter Loyalit\u00e4t verpflichteten F\u00fchrungsriege. Seine St\u00e4rke zog der Nationalsozialismus in den fr\u00fchen 1930er Jahren aus seiner breiten sozialen Basis: Es gelang den Nationalsozialisten, Anh\u00e4nger aus unterschiedlichsten sozialen Milieus zu rekrutieren &#8211; von der Landbev\u00f6lkerung \u00fcber Selbst\u00e4ndige bis zu Akademikern und Beamten. Die NSDAP war eine &#8222;junge, klassen\u00fcbergreifende Volkspartei'&#8220;, deren Versprechen von Einheit, Gemeinschaft und autorit\u00e4rer F\u00fchrung aufgrund des verlorenen Krieges und der Weltwirtschaftskrise attraktiv waren.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[11]<br \/>\nIm direkten Anschluss an die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 begann der Umbau der Staatlichkeit. Der Brand des Reichstags lieferte den Vorwand, mit der &#8222;Verordnung zum Schutz von Volk und Staat&#8220; wesentliche Grundrechte der Verfassung au\u00dfer Kraft zu setzen. Das &#8222;Erm\u00e4chtigungsgesetz&#8220; vom 24. M\u00e4rz 1933 verlieh dem Reichskanzler auch offiziell die Vollmachten eines Diktators; seine Regierung konnte nun Gesetze erlassen, die von der Verfassung abweichen durften. Hitler eroberte innerhalb weniger Wochen eine Machtstellung im Staatsapparat, die seiner Position in der NSDAP entsprach. Diese Umstrukturierung deutscher Staatlichkeit war ohne die Unterst\u00fctzung der traditionellen Eliten nicht denkbar. Ihre Mitwirkung erlaubte die &#8222;S\u00e4uberung&#8220; der Verwaltungen und die gezielte Zerst\u00f6rung der Verfassungsordnung im Reich und in den L\u00e4ndern. Zugleich gaben sie den Weg frei in den &#8222;F\u00fchrerstaat&#8220;, der nicht nur das Ende der f\u00f6deralen Ordnung bedeutete, sondern auch den Aufstieg zahlloser NS-Funktion\u00e4re bedingte, die Hitler durch pers\u00f6nliche Gefolgschaftsbeziehungen verbunden waren. Zugleich inszenierte das Regime am &#8222;Tag von Potsdam&#8220; im M\u00e4rz 1933 Hitler als Staatsmann in der Nachfolge Friedrich II., Bismarcks und Hindenburgs. Die Revolution legitimierte sich auch aus der Tradition.<br \/>\nW\u00e4hrend der Ausschaltung der SA-F\u00fchrung am 30. Juni 1930 (&#8222;R\u00f6hm-Putsch&#8220;) zeigte sich, dass das Regime nicht nur die Entrechtung und Ermordung Andersdenkender sanktionierte, sondern auch in regimeinternen Auseinandersetzungen t\u00f6tete. Hitler nutzte die Gelegenheit, um sich zum &#8222;obersten Gerichtsherren&#8220; zu stilisieren. Carl Schmitt sekundierte: &#8222;Inhalt und Umfang seines Vorgehens bestimmt der F\u00fchrer selbst.&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[12] Die Machtakkumulation fand mit dem Tod des Reichspr\u00e4sidenten seinen Abschluss in der Ernennung Hitlers zum &#8222;F\u00fchrer und Reichskanzler&#8220; am 2. August 1934. Die Reichswehr veranlasste, dass auch das Heer auf Hitler vereidigt wurde. Damit war der Umbau der Republik zum &#8222;F\u00fchrerstaat&#8220; im Sommer 1934 beendet. Am 19. August best\u00e4tigte die Bev\u00f6lkerung das neue Staatsoberhaupt per Akklamation in einem &#8222;Volksentscheid&#8220;.<br \/>\nZugleich bestritt Ernst Rudolf Huber, der f\u00fchrende Theoretiker der neuen Ordnung, dass es sich um eine Diktatur handle. Ganz im Sinne der klassischen Lehre argumentierte er, dass eine Diktatur nur f\u00fcr begrenzte Zeit in Notlagen anzutreffen sei, &#8222;der F\u00fchrerstaat aber ist eine endg\u00fcltige und normale Ordnung&#8220;. Er sei aus der Erkenntnis entstanden, dass das Volk seinen Willen nicht in Wahlen und Abstimmungen zum Ausdruck bringen k\u00f6nne: Das Deutsche Reich &#8222;ist ein v\u00f6lkischer F\u00fchrerstaat, in der das Volk die Substanz der politischen Einheit ist, w\u00e4hrend der Volkswille im F\u00fchrer gebildet wird. Der F\u00fchrerstaat beruht auf der Autorit\u00e4t, nicht wie die Demokratie auf der volont\u00e9 g\u00e9n\u00e9rale.&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[13] Staatsgewalt ging im Nationalsozialismus auf die Autorit\u00e4t Hitlers zur\u00fcck, und dessen Befugnisse kannten keine Grenzen. \u00c4hnlich grenzenlos war die Apotheose des &#8222;F\u00fchrers&#8220;, die vom Propagandaministerium und den Massenmedien (&#8222;F\u00fchrer-Geburtstag&#8220;, 1. Mai, &#8222;Heldengedenktag&#8220;) in Szene gesetzt wurde.<br \/>\nPolitische F\u00fchrung und Radikalisierung<br \/>\nIn den Jahren nach Lenins Tod setzte sich Stalin im innerparteilichen Machtkampf als Nachfolger durch. Dabei nutzte er wechselnde Allianzen, um s\u00e4mtliche Mitstreiter Lenins auszuschalten.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[14] Stalin gelang es, politische Gegner zu stigmatisieren, in dem er sie als Verr\u00e4ter an der Einheit der Partei bezeichnete. Als &#8222;Opposition&#8220; oder linke und rechte &#8222;Abweichler&#8220; bezeichneten der Generalsekret\u00e4r und seine Kamarilla diejenigen, die gegen die von ihnen bestimmte &#8222;Linie&#8220; der Partei verstie\u00dfen. Mit Stalin siegte auch seine Vorstellung von der Fortsetzung der Revolution. Er setzte auf den &#8222;Sozialismus in einem Land&#8220; als Programm autorit\u00e4rer Modernisierung und Staatsbildung. Dabei verabschiedete er sich von der marxistischen Vorstellung, wonach der Staat beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaft absterbe. Im Gegenteil: Stalins Anliegen war der Ausbau der Staatsmacht und die St\u00e4rkung der Staatspartei.<br \/>\nDie institutionelle Ordnung, die sich in den 1920er Jahren herausgebildet hatte, tastete Stalin zun\u00e4chst nicht an. Als Generalsekret\u00e4r stand er offiziell dem Zentralkomitee der bolschewistischen Partei vor, der h\u00f6chsten Instanz zwischen Parteitagen. Unter Lenin lag das Zentrum der Macht noch bei der Regierung, dem &#8222;Rat der Volkskommissare&#8220;. Doch alsbald entwickelte sich das Politische B\u00fcro (&#8222;Politb\u00fcro&#8220;) zum Schattenkabinett mit Stalin als grauer Eminenz. Neben der Partei und stets auf Distanz zum \u00fcbrigen Staatsapparat entwickelte sich die Geheimpolizei au\u00dferdem zum zentralen Machtinstrument. Das Politb\u00fcro traf 1928\/29 die weitreichenden Entscheidungen zur gesellschaftlichen Umgestaltung in Stalins &#8222;Revolution von oben&#8220;. Stalins pers\u00f6nlicher Einfluss wurde in der Versetzung, Abberufung oder Bef\u00f6rderung loyaler Funktion\u00e4re deutlich. Zugleich f\u00f6rderte er die Karriere ergebener Mitstreiter wie Wjatscheslaw Molotow, Lasar Kaganowitsch oder Anastas Mikojan, deren Namen f\u00fcr eine Generation das politische Leben in der UdSSR pr\u00e4gen sollten. Selbst hielt sich der Generalsekret\u00e4r, der ein moderates und bescheidenes Image pflegte, gern im Hintergrund. Zugleich versuchte Stalin, die Macht in wenigen H\u00e4nden zu konzentrieren. So schlug er 1930 Molotow als Regierungschef vor, um die &#8222;Partei- und Staatsf\u00fchrung zu vereinen&#8220; und die St\u00e4rke der Macht &#8222;zu verdoppeln&#8220;.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[15] Zeitgleich begann in der \u00d6ffentlichkeit mit seinem 50. Geburtstag 1929 die Verehrung als vozd&#8216; &#8211; F\u00fchrer.<br \/>\nStalins St\u00e4rke bestand im Ausbau informeller Netzwerke.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[16] Anfang der 1930er Jahre hatte er es geschafft, enge Mitstreiter in allen F\u00fchrungsgremien zu platzieren. Die hie\u00df jedoch nicht, dass er zu diesem Zeitpunkt keine Zugest\u00e4ndnisse mehr machen musste. Im Zuge der \u00f6konomisch-sozialen Katastrophe, die sich w\u00e4hrend der Zwangskollektivierung und Industrialisierung entspann, spielte Stalin h\u00e4ufig die Rolle eines Vermittlers in zahllosen Konflikten, die sich um die Verteilung von Ressourcen drehten. Dass das Regime Aufst\u00e4nde und Hungersnot \u00fcberstand, trug dazu bei, dass die Parteiarbeiter Stalin Charisma zuschrieben. Im Angesicht der Katastrophe bew\u00e4hrte er sich durch die Verteidigung der Macht. Die Ermordung des Leningrader Parteisekret\u00e4rs Sergei M. Kirow im Dezember 1934 f\u00fchrte in eine Spirale der Gewalt, die im gro\u00dfen Terror der Jahre 1937\/38 endete.<br \/>\nDie \u00e4ltere Forschung hat die Konflikte Mitte der 1930er Jahre &#8211; analog zum Machtkampf nach Lenins Tod &#8211; als Auseinandersetzung zwischen moderaten und radikalen Elementen in der sowjetischen F\u00fchrung gedeutet. Dabei wurde Stalin die Rolle eines Vermittlers zwischen den beiden Lagern zugeschrieben. Die partielle \u00d6ffnung der Archive hat diese Deutung jedoch widerlegt. Es ist nun unbestritten, dass Stalin kein Getriebener, sondern der Motor des Terrors war. Nachdem er in den Jahren zuvor im Umgang mit Widersachern stets laviert hatte &#8211; auf Disziplinarstrafen folgten neue Posten, auf Parteiausschluss die Wiederaufnahme -, setzte er nun zur Abrechnung an. Durch diese Radikalisierung verschoben sich die politischen Gewichte erneut. Jede einzelne Frage wurde nun Stalin zur Entscheidung vorgelegt.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[17]<br \/>\nEs fiel das Tabu, Mitglieder des eigenen F\u00fchrungszirkels zu t\u00f6ten. Die Bev\u00f6lkerung wurde gezwungen, der Vernichtung der Opposition in den Schauprozessen 1936\/37 zuzustimmen. Diese Prozesse waren B\u00fchne f\u00fcr Unterwerfungsrituale gegen\u00fcber einem Diktator, der totale Macht erreicht hatte, und Ausdruck eines Weltverst\u00e4ndnisses, das \u00fcberall feindliche Agenten und Spione am Werk sah. Im F\u00fchrungszirkel wurde die Verhaftung enger Verwandter oder Ehepartner zur Loyalit\u00e4tsprobe. Wer an der Spitze bleiben wollte, musste zeigen, dass die Loyalit\u00e4t zu Stalin f\u00fcr ihn mehr bedeutete als das Schicksal seiner Familie. Die sozialen Beziehungen in der sowjetischen F\u00fchrung blieben bis zu Stalins Tod von Angst und Misstrauen gepr\u00e4gt. Die &#8222;Stalin-Verfassung&#8220; des Jahres 1936 verschleierte das reale Machtgef\u00fcge. Sie war ein Versuch, der Herrschaft Stalins den Anschein von Legalit\u00e4t und Rationalit\u00e4t zu verleihen. Zugleich dominierte der F\u00fchrerkult um Stalin die Bildende Kunst, Literatur und auch den Film. Das Regime setzte auf das paternalistische Bild des &#8222;Vaters der V\u00f6lker&#8220;, das zunehmend vom Alltag abgekoppelt war. Die Persona Stalins wurde zum Symbol f\u00fcr Staat und Herrschaft in der UdSSR.<br \/>\nIn Deutschland begann Mitte der 1930er Jahre der von den Nationalsozialisten postulierte &#8222;F\u00fchrerstaat&#8220; Gestalt anzunehmen. Der &#8222;F\u00fchrerabsolutismus&#8220;, wie Ian Kershaw Hitlers personalisierte Herrschaftsform genannt hat, bedeutete, dass Institutionen an Bedeutung verloren und durch ein Geflecht konkurrierender \u00c4mter, St\u00e4be und pers\u00f6nlicher Beziehungen \u00fcberlagert wurden. Dies zeigte sich an den immer seltener werdenden Sitzungen des Kabinetts und des Reichstags und der Bedeutung, die nun dem pers\u00f6nlichen Kontakt zu Hitler zukam. Kershaw hat anhand einer Rede des preu\u00dfischen Staatssekret\u00e4rs Werner Willikens gezeigt, auf welchem Fundament Hitlers Herrschaft stand. Willikens f\u00fchrte 1934 im Kreise von Regierungsvertretern aus: &#8222;Jeder, der Gelegenheit hat, das zu beobachten, wei\u00df, dass der F\u00fchrer sehr schwer von oben her alles befehlen kann (&#8230;). Im Gegenteil, bis jetzt hat jeder an seinem Platz im neuen Deutschland dann am besten gearbeitet, wenn er sozusagen dem F\u00fchrer entgegenarbeitet. (&#8230;) Wer aber dem F\u00fchrer in seiner Linie und seinem Ziel richtig entgegenarbeitet, der wird bestimmt wie bisher so auch in Zukunft den sch\u00f6nsten Lohn darin haben, da\u00df er eines Tages pl\u00f6tzlich die legale Best\u00e4tigung seiner Arbeit bekommt.&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[18] Willikens beschrieb die politische Dynamik, die durch die Zerschlagung der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Grundlagen und rechtlichen Verfahren entstehen konnte. So sollten Akteure auf allen Ebenen den &#8222;F\u00fchrerwillen&#8220; antizipieren und mit ihren Initiativen die best\u00e4ndige Radikalisierung des Regimes gleichsam &#8222;von unten&#8220; vorantreiben.<br \/>\nDas Feld, auf dem Hitler sich profilierte, war die Au\u00dfenpolitik. Durch den Austritt aus dem V\u00f6lkerbund, die Wiedereinf\u00fchrung der Wehrpflicht 1935 und den Einmarsch ins Rheinland im folgenden Jahr erreichte seine Popularit\u00e4t neue H\u00f6hen. Hier trafen seine Aktionen auf einen Konsens in der deutschen Gesellschaft, der weit \u00fcber die \u00fcberzeugten Nationalsozialisten hinausreichte.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[19] Weit weniger popul\u00e4r war die Gewalt gegen die j\u00fcdischst\u00e4mmige Bev\u00f6lkerung. Sie ist jedoch ein Beispiel f\u00fcr den innenpolitischen Radikalisierungsprozess, der durch Druck aus der &#8222;Bewegung&#8220; am Laufen gehalten wurde. Auf Stra\u00dfengewalt an der Basis folgte Zustimmung der politischen F\u00fchrung und schlie\u00dflich die pseudolegale Festschreibung der Diskriminierung durch Verordnungen und Gesetze. So war die NS-Herrschaft ein System, das zwar von gro\u00dfer Machtf\u00fclle an der Spitze gekennzeichnet war, das jedoch auf Druck seiner radikalen Basis reagierte. Es entwickelte sich eine wechselseitige Beziehung zwischen dem &#8222;F\u00fchrer&#8220; und seiner Gefolgschaft: W\u00e4hrend die Aktivisten &#8222;dem F\u00fchrer entgegenarbeiteten&#8220;, versuchte die politische F\u00fchrung, den Elan der Basis zu kanalisieren. Hitler selbst forderte das Engagement der Bev\u00f6lkerung, ihre Teilhabe an der F\u00fchrung: &#8222;Man kann (&#8230;) diese Krise der heutigen Zeit beheben, durch einen wirklichen F\u00fchrungs- und damit F\u00fchrerstaat. Dabei ist ganz klar, dass der Sinn einer solchen F\u00fchrung darin liegt, zu versuchen (&#8230;) immer aus dem Volk heraus, die Menschen zu gewinnen, die f\u00fcr eine solche F\u00fchrung geeignet sind. (&#8230;) Das ist die sch\u00f6nste Art der Demokratie, die es gibt&#8230;&#8220;Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[20]<br \/>\nDie Diktaturen Hitlers und Stalins erlangten einen Teil ihrer Attraktivit\u00e4t dadurch, dass sie jungen M\u00e4nnern sozialen Aufstieg erm\u00f6glichten. Durch &#8222;S\u00e4uberungen&#8220;, Expansion des Parteistaates und Krieg wurden best\u00e4ndig neue Kan\u00e4le in den Apparat frei. Ohne diese M\u00f6glichkeiten zur Teilhabe an der politischen F\u00fchrung, die in geringerem Umfang auch Frauen offenstanden, ist die Stabilit\u00e4t der Diktaturen nicht zu erkl\u00e4ren.<br \/>\nIm Zweiten Weltkrieg blieben die Machtpositionen Stalins und Hitlers unangetastet. Beide verkn\u00fcpften als Oberste Befehlshaber ihre charismatische Ausstrahlung und letztlich ihr politisches Schicksal mit dem Ausgang des milit\u00e4rischen Konflikts. Die neuere Forschung betont, dass es der Sowjetunion besser gelang, ihre Kriegswirtschaft zu organisieren, w\u00e4hrend das &#8222;Dritte Reich&#8220; keine rationale Ordnung etablierte.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[21] Gerade im Krieg wogen pers\u00f6nliche Bindungen schwerer als institutionelle Ordnungen. So trug das nationalsozialistische Imperium in Osteuropa, das von M\u00e4nnern wie Hans Frank oder Erich Koch brutal regiert wurde, neofeudale Z\u00fcge. Ihre Gewaltherrschaft bedurfte keiner anderen Legitimation als der Loyalit\u00e4t zum &#8222;F\u00fchrer&#8220;. Auch die Entfesselung des Terrors im Zweiten Weltkrieg, der V\u00f6lkermord an den europ\u00e4ischen Juden und die ethnischen &#8222;S\u00e4uberungen&#8220; gingen auf Initiativen der politischen F\u00fchrung zur\u00fcck.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[22] Wie andere Verbrechen blieben sie jedoch undurchf\u00fchrbar ohne die Mitt\u00e4terschaft gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsgruppen &#8211; von den akademischen Eliten als Vordenkern, den Verwaltungen bis hinunter zu den mordenden Schergen. Die Legitimit\u00e4t der Diktaturen des 20. Jahrhunderts fu\u00dfte auf dem Charisma, das ihren F\u00fchrern zugeschrieben wurde, und in ihrer verbrecherischen Funktionalit\u00e4t st\u00fctzten sie sich auf parteistaatliche Apparate, die absolut loyal zur F\u00fchrung standen.<br \/>\nAusblick und Zusammenfassung<br \/>\nNach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg dauerte die pers\u00f6nliche Diktatur Stalins in der UdSSR an. Die Gremien des Parteistaates verloren weiter an Bedeutung; die Herrschaft im sowjetischen Nachkriegsimperium fu\u00dfte mehr denn je auf pers\u00f6nlichen Beziehungen und Patronage.Zur Aufl\u00f6sung der Fu\u00dfnote[23] Der Kult um Stalin als &#8222;Befreier&#8220; und Sieger bildete den emotionalen Kitt des Regimes, der bis heute in der politischen Kultur Russlands nachwirkt. Hinter einer (volks-)demokratischen Fassade entstanden in Osteuropa Parteistaaten sowjetischen Typs, die sich am sowjetischen Vorbild orientierten.<br \/>\nDa er die Autonomie der Satellitenstaaten erh\u00f6hte, bildete der Tod Stalins 1953 einen gewissen Einschnitt. Im eigentlichen Sinne souver\u00e4n wurden die &#8222;Volksdemokratien&#8220; jedoch bis 1989 nicht. Auch wenn sie &#8211; mit Ausnahme Rum\u00e4niens unter Nicolae Ceau?escu &#8211; keine pers\u00f6nlichen Diktaturen wie die Stalin&#8217;sche Sowjetunion darstellten, waren auch sie von autorit\u00e4ren Generalsekret\u00e4ren gepr\u00e4gt, die wie Walter Ulbricht, W?adys?aw Gomu?ka oder Janos K\u00e1d\u00e1r \u00fcber Jahrzehnte regierten und erhebliche Machtf\u00fclle besa\u00dfen. Dennoch bildeten die Staatspartei, die Regierung und \u00f6konomische Interessengruppen ein zunehmendes Gegengewicht zu ihrem Einfluss. Eine R\u00fcckkehr zu den Verh\u00e4ltnissen der 1930er und 1940er Jahre war nicht m\u00f6glich.<br \/>\nDie moderne Diktatur war eine Reaktion auf die europ\u00e4ische Krise zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie war nicht der tempor\u00e4re, sondern der permanente Ausnahmezustand. Den Parteif\u00fchrern gelang es, beispiellose Machtf\u00fclle anzuh\u00e4ufen. Dabei waren, wie die neuere Forschung gezeigt hat, informelle Beziehungen wichtiger als (partei-)staatliche Institutionen. Die Institutionenordnung der modernen Diktatur blieb prim\u00e4r Fassade; personale Macht, Patronage, St\u00e4be und lokale Netzwerke waren weitaus wichtiger. Zentrale Fragen, etwa das Verh\u00e4ltnis zwischen Partei und Staat, blieben letztlich ungekl\u00e4rt.<br \/>\nDabei unterschied sich die Begr\u00fcndung politischer F\u00fchrerschaft betr\u00e4chtlich. W\u00e4hrend Hitler sich von Beginn seiner Karriere an zum &#8222;F\u00fchrer&#8220; stilisierte, verleugneten Lenin und Stalin &#8211; trotz des F\u00fchrerkultes um sie &#8211; diese Rolle und betonten ihren Dienst an der Partei. Mit seiner Stilisierung zum &#8222;F\u00fchrerstaat&#8220; stand der Nationalsozialismus allein. Jenseits dieser ph\u00e4nomenologischen Differenzen hat die Forschung deutlich gemacht, dass politische F\u00fchrung in der Diktatur von Personen abh\u00e4ngig war. Sie gr\u00fcndete sich auf pers\u00f6nliche Netzwerke im Innern der Macht und dem Versuch, eine charismatische Beziehung, eine &#8222;emotionale Vergemeinschaftung&#8220; (Max Weber) zwischen Herrscher und Beherrschten zu inszenieren und herzustellen.\u201c<\/p>\n<p>https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/33035\/politische-fuehrung-in-der-diktatur\/<\/p>\n<p><strong>Ich W\u00c4RE sehr vorsichtig, WENN ich dieses Wort benutzen w\u00fcrde ABER besonders im westen IST ALLES was nicht westkonform ist eine Diktatur.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ALLES zum Wohle der Menschheit, zuuu unserem Schutz!??? Ein Diktator per Definition IST ein uneingeschr\u00e4nkter Herrscher&#8230; Machthaber oder auch Gewaltherrscher. 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