{"id":119994,"date":"2023-02-11T06:19:37","date_gmt":"2023-02-11T06:19:37","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=119994"},"modified":"2023-02-11T06:21:50","modified_gmt":"2023-02-11T06:21:50","slug":"119994","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=119994","title":{"rendered":"\u00c7ok fena, \u00e7ok fena. Ne yapaca\u011f\u0131m\u0131 bilemiyorum, \u00fcst \u00fcste bu normal de\u011fil. \u00c7ok feci a\u011fr\u0131lar, s\u0131rt\u0131m, kalbim"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;FOCUS online<\/p>\n<p>Analyse von Thomas J\u00e4ger &#8211; Deutschland zieht die falschen Schl\u00fcsse aus Putins Invasion<br \/>\nArtikel von Von FOCUS-online-Experte Thomas J\u00e4ger \u2022 Gestern um 17:38<br \/>\n271 Kommentare<\/p>\n<p>Lediglich die USA scheinen zu verstehen, welche Schlussfolgerungen aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu ziehen sind. Deutschland verschl\u00e4ft es seit Jahrzehnten, f\u00fcr seine \u00e4u\u00dfere Sicherheit zu sorgen.&#8220;<\/p>\n<p>In der Ukraine setzt die erwartete Offensive Russlands ein und eine Frage lautet, ob die Unterst\u00fctzung mit Waffen, Munition und Ausbildung f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte ausreichend und zeitig erfolgte, so dass sie diesen Angriffen standhalten kann.<\/p>\n<p>Gerade mit Blick auf das Verhalten der Bundesregierung stellt sich die Frage, warum Entscheidungen stets so schlecht vorbereitet oder absichtlich verz\u00f6gert werden.<\/p>\n<p>So h\u00e4tte die Instandsetzung der eingelagerten Panzer schon vor elf Monaten beginnen k\u00f6nnen, um irgendwann, sofern eine entsprechende Entscheidung getroffen wird, handlungsf\u00e4hig zu sein.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sollen ja auch ein batteriebetriebenes Radio bereithalten, f\u00fcr den Fall, dass es gebraucht wird. Und dass Panzer in der Ukraine gebraucht werden, war wahrscheinlicher.<\/p>\n<p>Dieses unentschlossene Handeln der Bundesregierung kn\u00fcpft allerdings an die Vorgehensweisen fr\u00fcherer Regierungen an. Die Frage ist, ob es noch gelingt, den Ansatz der Zeitenwende umzusetzen, bevor er zerfasert, wie sich das wohl manche w\u00fcnschen. Ein Blick nach Russland und China zeigt, wie dringend n\u00f6tig dies ist.<\/p>\n<p>Trotz hoher Verluste wird Russland nicht aufgeben<br \/>\nImmens hohe Verluste, inzwischen wird die Zahl der gefallenen russischen Soldaten auf 200.000 gesch\u00e4tzt, und operative Niederlagen, die Russland im letzten Jahr hinnehmen musste, halten die russische F\u00fchrung nicht davon ab, ihre Kriegsziele in der Ukraine weiter mit allen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln zu verfolgen.<\/p>\n<p>Russland will nicht \u201eeinsehen\u201c (Scholz), dass es den Krieg beendet. Russland will im Gegenteil zumindest einen Teil des ukrainischen Territoriums besetzen, um von dort aus zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt weiter nach Westen vorzur\u00fccken und schlussendlich die Ukraine ganz in Besitz zu nehmen. Nach allen Beobachtungen ist das Land dazu gegenw\u00e4rtig nicht in der Lage.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft aber nicht, dass das Ziel, die gesamte Ukraine zu beherrschen aufgegeben wurde. Im Gegenteil. Der Griff nach der Dominanz in Europa wird im russischen Diskurs inzwischen sogar mit der Befreiung der DDR von Faschisten verbunden.<\/p>\n<p>Diese Propagandavolte taugt zwar f\u00fcr bei\u00dfende Kommentare hierzulande, immerhin ist die AfD in den ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern besonders stark, sollte aber mit Blick auf die dahinterstehende Orientierung ernst genommen werden.<\/p>\n<p>Gier nach Herrschaft<br \/>\nSchlie\u00dflich reichte der Einfluss der Sowjetunion, als deren Nachfolger sich Russland selbst versteht, bis nach Suhl, Eisenach und Schwerin. Russland leidet nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums, das viele als das letzte auf europ\u00e4ischem Boden ansahen.<\/p>\n<p>Nicht unter postimperialen Phantomschmerzen, sondern unter einer akuten Gier nach Herrschaft: direkt \u00fcber die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, indirekt \u00fcber die Staaten Osteuropas, die dieses Schicksal schon einmal erlitten, und nach West- und S\u00fcdeuropa, weil deren Hilflosigkeit ausgenutzt werden kann. Russland will, sobald die USA sich von Europa abwenden, den Kontinent beherrschen.<\/p>\n<p>Das ist keine unwahrscheinliche Kalkulation, denn in den USA wird China als die zentrale Herausforderung der dominanten Stellung in den internationalen Beziehungen angesehen.<\/p>\n<p>China will die USA herausfordern und kann es. Russland w\u00fcrde gerne, kann es aber nicht und wird es auf Jahrzehnte nicht k\u00f6nnen. Deshalb hatten die USA \u2013 entgegen einer landl\u00e4ufigen, tatsachenbefreiten \u201eMeinung\u201c \u2013 auch \u00fcberhaupt kein Interesse am Angriff vom 24.Februar 2022. Im Gegenteil.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: Beitrag unseres Partnerportals \u201eEconomist\u201c &#8211; Wie sich Russland an der \u00f6konomischen Katastrophe vorbeimogelt<br \/>\nDie USA hatten Monate zuvor die chinesische Regierung informiert, dass Russland alle Vorbereitungen zum Krieg treffe, um gemeinsam den Angriff zu verhindern. China zog nicht mit, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer. Vielleicht dachte die F\u00fchrung in Peking dasselbe wie die politische Spitze in Moskau: es wird ein kurzer und siegreicher Krieg gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Evaluation des Krieges<br \/>\nDas erwarten Regierungen gerne, bevor der Befehl zum Angriff gegeben wird. Die Sowjetunion in Afghanistan, die USA im Irak, Russland in der Ukraine: Der Krieg wird kurz und erfolgreich sein sowie den eigenen Staat st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Ansonsten w\u00fcrde der Befehl ja nicht erteilt werden. Doch \u2013 die drei Beispiele zeigen es \u2013 h\u00e4ufig geht es anders aus. Schon jetzt verbraucht der Krieg Russlands gegen die Ukraine mehr Ressourcen als er Russland einbringt.<\/p>\n<p>Dabei ist das eine grundlegende Evaluation von Kriegen: Bringen sie dem Aggressor mehr als sie kosten, war die Entscheidung richtig. Anderenfalls nicht. Das gilt selbst f\u00fcr politische Ordnungen wie in Russland und China, die inzwischen krude Ideologien \u00fcber \u00f6konomische Rationalit\u00e4t stellen.<\/p>\n<p>Welche Schlussfolgerung wird China ziehen?<br \/>\nDeshalb ist so schwer abzusch\u00e4tzen, welche Schlussfolgerungen China aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ziehen wird. Prinzipiell sind zwei Einsichten m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Erstens, dass es schwieriger als gedacht ist, einen vermeintlich schw\u00e4cheren Gegner milit\u00e4risch zu besiegen, wenn er von anderen Staaten unterst\u00fctzt wird, allen voran von der gr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rmacht weltweit, den USA.<\/p>\n<p>Dann w\u00e4re die Schlussfolgerung, vom Krieg gegen Taiwan abzulassen und darauf zu setzen, dass die Zeit zugunsten der Volksrepublik spielt: Wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit, internationale Isolation, Desinformation, allesamt wirksame Mittel, die allerdings keinen raschen Erfolg versprechen. Den aber k\u00f6nnen milit\u00e4rische Angriffe, auch wenn man dies von ihnen erwartet, auch nur selten liefern.<\/p>\n<p>Zweitens k\u00f6nnte die F\u00fchrung in Peking schlussfolgern, dass Russland den Feldzug nur st\u00fcmperhaft und gl\u00fccklos umgesetzt hat und dass unter etwas anderen Umst\u00e4nden Kiew wirklich nach einer Woche gefallen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dann w\u00fcrde jede Woche Aufschub nur dazu f\u00fchren, dass Taiwan und die m\u00f6glichen Unterst\u00fctzer besser auf den Angriff der Volksrepublik vorbereitet w\u00e4ren. Rasches Handeln w\u00fcrde dann gr\u00f6\u00dferen Erfolg versprechen.<\/p>\n<p>Nur Washington zieht Schlussfolgerung aus Russlands Invasion<br \/>\nWie immer sich diese doppelte Herausforderung aus Russland und China entwickelt, bisher bleibt der Eindruck, dass alleine in Washington verstanden wurde, welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind.<\/p>\n<p>Die eigene Ert\u00fcchtigung, R\u00fcstung zur Unterst\u00fctzung von Verb\u00fcndeten und eine klare Strategie gegen\u00fcber dem kriegf\u00fchrenden Russland und dem anscheinend kriegsbereiten China.<\/p>\n<p>In Berlin scheinen manche der Regierungsfraktionen noch in dem Gedanken verhangen zu sein, dass die Erkl\u00e4rung zur atomwaffenfreien Zone der beste Schutz gegen Atomwaffen ist.<\/p>\n<p>Das Konzept der Abschreckung wird kaum bedacht. Die Zeitenwende ist deshalb im Verteidigungshaushalt nur unzureichend angekommen. Von palliativen Ma\u00dfnahmen spricht die Bundeswehr selbst. Das wird sich nicht \u00e4ndern, solange die Zeitenwende nicht mental und politisch-kulturell verwirklicht wurde.<\/p>\n<p>Verschlafene Verteidigungspolitik<br \/>\nDazu tr\u00e4gt die Bundesregierung derzeit, wenn \u00fcberhaupt, nur in hom\u00f6opathischen Dosen bei. Ob dies die richtige Therapieform in Zeiten eines auf dem europ\u00e4ischen Kontinent gef\u00fchrten Kriegs ist? Nein, ganz sicher nicht.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist, dass nach den Jahren, in denen Bundeskanzler Schr\u00f6der Deutschland von den USA entfremden wollte, Bundeskanzlerin Merkel sich f\u00fcr die Sicherheit des Landes nicht ausreichend interessierte, Bundeskanzler Scholz die Ert\u00fcchtigung der Bundeswehr sogar nach dem Angriffskrieg Russlands verz\u00f6gert hat, Deutschland seine \u00e4u\u00dfere Sicherheit aus eigener Kraft nicht gew\u00e4hrleisten kann. Es hat den Anschein, als st\u00fcnde es noch aus, dass sich eine Bundesregierung nachhaltig um die \u00e4u\u00dfere Sicherheit des Landes bem\u00fchte.&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/politik\/analyse-von-thomas-j%C3%A4ger-deutschland-zieht-die-falschen-schl%C3%BCsse-aus-putins-invasion\/ar-AA17lawp?ocid=msedgntp&#038;cvid=a89c7a344e524645a6a4825a9736b339<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;FOCUS online Analyse von Thomas J\u00e4ger &#8211; Deutschland zieht die falschen Schl\u00fcsse aus Putins Invasion Artikel von Von FOCUS-online-Experte Thomas J\u00e4ger \u2022 Gestern um 17:38 271 Kommentare Lediglich die USA scheinen zu verstehen, welche Schlussfolgerungen aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu ziehen sind. 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