{"id":100317,"date":"2022-07-03T11:26:30","date_gmt":"2022-07-03T11:26:30","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=100317"},"modified":"2022-07-03T11:27:33","modified_gmt":"2022-07-03T11:27:33","slug":"almanya-1138-wiesbaden-mazot-189-euro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wordpress.gurbuz.net\/?p=100317","title":{"rendered":"Almanya 11:38 Wiesbaden &#8212; MAZOT &#8212; 1,89 Euro"},"content":{"rendered":"<p><strong>Cogito, ergo sum<\/strong><br \/>\n<img src=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/images\/tagesspiegel\/25483266\/2-format6001.jpg?inIsFirst=true\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Ne zamandan beri g\u00f6rm\u00fcyorduk bu rakamlar\u0131\u2026<br \/>\nIYICE\u2026<br \/>\nSalak yerine koydular insanlar\u0131. \u00d6nder(ler) \u00f6lmedi\u2026<br \/>\nGirip \u00e7\u0131kmad\u0131\u011f\u0131m yer mi kald\u0131?<\/p>\n<p>Ancak\u2026<br \/>\nS\u0131\u011f\u0131r d\u00fcnyan\u0131n her yerinde s\u0131\u011f\u0131r\u2026<br \/>\nBuna g\u00fcveniyorlar zaten. Rus topraklar\u0131na sald\u0131r\u0131\u2026<br \/>\nKORKUYORUM\u2026<br \/>\nAllah korusun hepimizi. Bile bile\u2026<br \/>\n\u0130steyerek\u2026<br \/>\nAllah korusun bebelerimizi.<\/p>\n<p>D\u00fcn\u2026 Ge\u00e7ti sanm\u0131\u015ft\u0131m. Kafam, sol taraf. Yumurta k\u0131r. \u015eeker \u00e7\u0131ld\u0131rm\u0131\u015f olmal\u0131<\/em><\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/img-s-msn-com.akamaized.net\/tenant\/amp\/entityid\/AAZ87pN.img?w=768&amp;h=432&amp;m=6\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>&#8222;auto motor und sport<\/p>\n<p>Dual Fuel-Motor f\u00fcr den Marineeinsatz &#8211; MAN V12-Wasserstoffmotor<br \/>\nUli Baumann &#8211; Vor 13 Std.<\/p>\n<p><strong>Der 24,2 Liter gro\u00dfe V12 l\u00e4uft mit Diesel und Wasserstoff<\/strong>. Im Wasserstoffbetrieb sinken die CO2-Emissionen um bis zu 80 Prozent.&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/lifestyle\/shopping\/dual-fuel-motor-f%C3%BCr-den-marineeinsatz-man-v12-wasserstoffmotor\/ar-AAZ7OaU?ocid=msedgntp&#038;cvid=4849008642ae43abaf34046a83445f6d<\/p>\n<p><em><strong>OrospuLAR\u2026<br \/>\nEnayi sikmeye \u00e7al\u0131\u015f\u0131yorlar, ba\u015far\u0131l\u0131larda.<\/strong><br \/>\nYokkkkkkkkkkkkkk&#8230;<br \/>\n\u201cBizim\u201d yerli ve milli orospu de\u011fil!<\/em><\/p>\n<p>&#8222;<strong>manager magazin<\/strong><\/p>\n<p>Schloss Elmau: Der G7-Gipfel in Deutschland k\u00f6nnte historisches Treffen werden<br \/>\nHenrik M\u00fcller &#8211; Vor 2 Std.<\/p>\n<p>Mit seiner Theorie zur Funktionsweise von Geld und W\u00e4hrung hat Pr\u00e4sident Erdogan die Inflation massiv angeheizt. Obwohl die B\u00fcrger unter steigenden Preisen leiden, f\u00fchlt sich Erdogan im Recht \u2013 ein Lehrbuchbeispiel f\u00fcr die suggestive Wirkung von wirtschaftspolitischen Narrativen. Auch wir sind nicht davor gefeit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/img-s-msn-com.akamaized.net\/tenant\/amp\/entityid\/AAZ8S2b.img?w=768&amp;h=432&amp;m=6&amp;x=465&amp;y=128&amp;s=126&amp;d=126\" alt=\"\" width=\"379\" height=\"213\" \/><\/p>\n<p>Recep Tayyip Erdogan (68) hat einen eigenwilligen Blick auf Wirtschaft, Geld und W\u00e4hrung. Er h\u00e4ngt einer Art Privattheorie an, die kein ernstzunehmender Experte teilt: Zinsen seien prinzipiell schlecht, deshalb sollten sie m\u00f6glichst niedrig sein. Mehr noch: Steigende Zinsen verursachten Inflation, glaubt Erdogan. Das widerspricht zwar allen Erfahrungen sowie den Erkenntnissen der Wirtschaftswissenschaften, die einen solchen Effekt nur in sehr speziellen Konstellationen f\u00fcr m\u00f6glich halten. Doch der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident ist \u00fcberzeugt: Die Zinsen m\u00fcssen runter, dann sinkt auch die Inflation.<\/p>\n<p>Entdecken Sie mit manager+ exklusive Insights in die deutsche Wirtschaft und erweitern Sie Ihr Hintergrundwissen f\u00fcr den Arbeitsalltag. Jetzt einen Monat gratis lesen.<\/p>\n<p>Mehrere Zentralbank-Chefs hat Erdogan bereits gefeuert, weil sie die gew\u00fcnschte Kombination aus billigem Geld und stabilen Preisen nicht liefern konnten. Auch ein Chef des Statistikamts musste gehen. Ge\u00e4ndert hat das alles nichts: Die Inflation in der T\u00fcrkei zieht immer weiter an. Inzwischen steigen die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 70 Prozent. Ein Desaster, das enorme soziale H\u00e4rten verursacht. Die Mittelschichten verarmen, bessergebildete B\u00fcrger wandern aus.<\/p>\n<p>Montag gibt es neue Inflationszahlen von der t\u00fcrkischen Notenbank. Sp\u00e4testens bei der n\u00e4chsten geldpolitischen Sitzung Ende Juli w\u00e4re es Zeit f\u00fcr einen Kurswechsel. Eigentlich. Doch der Pr\u00e4sident glaubt nicht daran \u2013 und zwar im Wortsinn.<\/p>\n<p>Er tue, was die Religion von ihm verlange, hat Erdogan mehrfacht \u00f6ffentlich bekannt. Als konservativer Muslim folgt er dem Koran. Und weil die Heilige Schrift des Islam das Erheben von Zinsen als Wucher verdammt, soll auch die Notenbank m\u00f6glichst keine verlangen. Wer Schulden machen muss, befindet sich nach dieser Lesart in einer Zwangslage. Daraus sollen Geldverleiher, vulgo Banken, keinen Profit ziehen. Ein Argument, das auch im christlichen Mittelalter zum Glaubenskanon geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>In der Realit\u00e4t jedoch beg\u00fcnstigen niedrige Zinsen gerade das Schuldenmachen. Entsprechend ist in der T\u00fcrkei das Kreditwachstum stark gestiegen, was wiederum die Nachfrage anheizt und die Preise weiter steigen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Schon bemerkenswert: In der T\u00fcrkei bestimmt ein religi\u00f6ses Meta-Narrativ das Management von Geld und W\u00e4hrung. Ausgerechnet auf einem Politikfeld, das aus guten Gr\u00fcnden in vielen L\u00e4ndern an wissenschaftlich versierte Technokraten delegiert ist, triumphiert im G20-Staat T\u00fcrkei der Glaube \u00fcber das Wissen.<\/p>\n<p>Daraus lassen sich einige Lehren ziehen \u2013 auch f\u00fcr den vermeintlich aufgekl\u00e4rten Westen, der, h\u00e4ufig unbewusst, seinen eigenen Gro\u00dfnarrativen folgt. Auch wir handeln gelegentlich auf Basis von Glaubenss\u00e4tzen, deren Verankerung in der Wirklichkeit zu w\u00fcnschen \u00fcbrigl\u00e4sst \u2013 dazu weiter unten etwas mehr.<\/p>\n<p>Unangemessene Gelassenheit<br \/>\nNat\u00fcrlich, auch westliche Notenbanken machen Fehler. Den aktuellen Inflationsschub haben sie allzu lange mit unangemessener Gelassenheit laufen lassen. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) mit all ihrer geballten Expertise hat den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg aus den \u00fcppigen St\u00fctzungsma\u00dfnahmen der Corona-Krise genauso verpasst wie die US-Notenbank Fed, die wichtigste Notenbank der Welt. (Achten Sie Donnerstag auf die Ver\u00f6ffentlichung des Protokolls der Juni-Sitzung des EZB-Rats.)<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist es nicht leicht, geldpolitische Wendepunkte zu erkennen, erst recht in Zeiten, da sich die Wirtschaftsstrukturen rasch wandeln, so wie das derzeit durch die Pandemie und den Ukraine-Krieg der Fall ist. Wie genau sich die konjunkturelle Lage entwickelt und wann eine Notenbank gegensteuern sollte, ist in Echtzeit kaum exakt zu bestimmen. Zus\u00e4tzlich verkompliziert wird die Lage durch m\u00e4chtige Interessen, die sich stets gegen eine monet\u00e4re Straffung stemmen. Die Zinsen vorbeugend und z\u00fcgig anzuheben, ist nie popul\u00e4r.<\/p>\n<p>Um die Notenbanken aus solchen politischen Konflikten herauszuhalten, sind sie in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts in die institutionelle Unabh\u00e4ngigkeit entlassen worden. Nun sind Autokraten gerade in Schwellenl\u00e4ndern dabei, die Notenbanken abermals der Regierungspolitik zu unterstellen. Die T\u00fcrkei ist jedoch insofern ein Sonderfall, als die Politisierung religi\u00f6s motiviert ist. Glaubenss\u00e4tze aus l\u00e4ngst vergangenen Zeiten bestimmen den Kurs einer Notenbank, die \u00fcber ein modernes Geldwesen in einer offenen arbeitsteiligen Volkswirtschaft wachen soll. Eine Entwicklung, die nicht nur darauf hinweist, wie weit die Zentralisierung der Staatsmacht unter Erdogan inzwischen fortgeschritten ist, sondern auch, ganz grunds\u00e4tzlich, wie m\u00e4chtig die Wirkung von religi\u00f6sen Erz\u00e4hlungen ist, die selbst von knallharten gegenteiligen Alltagserfahrungen kaum ersch\u00fcttert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Inflation au\u00dfer Kontrolle<br \/>\nDie OECD, ein Club aus \u00fcberwiegend wohlhabenden westlichen L\u00e4ndern, hat k\u00fcrzlich die Regierung in Ankara ermahnt, es m\u00fcsse jetzt darum gehen, &#8222;die Unabh\u00e4ngigkeit der Zentralbank zu st\u00e4rken&#8220; und &#8222;die Leitzinsen anzuheben&#8220;. \u00dcberhaupt m\u00fcsse der &#8222;gesamte makro\u00f6konomische Rahmen&#8220; stabilisiert werden. Ansonsten drohe die Inflation weiter au\u00dfer Kontrolle zu geraten.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist der Preisauftrieb in der T\u00fcrkei l\u00e4ngst chronisch. Schon Mitte des vorigen Jahrzehnts stiegen die Inflationserwartungen deutlich \u00fcber der offiziellen Zielmarke von f\u00fcnf Prozent \u2013 was zeigt, wie gering die Glaubw\u00fcrdigkeit der t\u00fcrkischen Geldbeh\u00f6rde ist. Die tats\u00e4chliche Inflationsrate lag meist noch h\u00f6her als die Erwartungen. Ab 2017 stiegen die Preise in der Breite um mehr als zehn Prozent pro Jahr. 2018 und 2019 schnellten die Inflationsraten zeitweise auf \u00fcber 20 Prozent empor, bevor sie in der Corona-Pandemie zun\u00e4chst absackten. Seit 2021 steigen sie umso schneller, wie der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) vorgerechnet hat.<\/p>\n<p>Nun ist die Inflation dabei, au\u00dfer Kontrolle zu geraten. Es sind nicht nur teure Nahrungsmittel und Energie, die das Preisniveau treiben. L\u00e4ngst wird das Leben in der Breite teurer. Die sogenannte Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) steigt mit Jahresraten um 60 Prozent.<\/p>\n<p>Die hohe Inflation und die ramponierte Glaubw\u00fcrdigkeit der Notenbank lassen Anleger Rei\u00dfaus nehmen: Der Wechselkurs der Lira ist abgeschmiert. Die Notenbank hat noch versucht sich dagegenzustemmen, indem sie W\u00e4hrungsreserven f\u00fcr viele Milliarden Euro auf den Markt geworfen hat. Gen\u00fctzt hat es alles nichts.<\/p>\n<p>Ohne entschlossene Zinserh\u00f6hungen l\u00e4sst sich der Teufelskreis aus hohen Inflationserwartungen, steigenden Preisen und wegbrechender W\u00e4hrung nicht bremsen. Allein seit Anfang vorigen Jahres ist die Lira massiv im Kurs gefallen. Wer kann, h\u00e4lt sein Erspartes in Euro oder Dollar. Gemessen an der t\u00fcrkischen Geldentwertung sind die beiden gro\u00dfen westlichen W\u00e4hrungen immer noch wertbest\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Wegen der niedrigeren Zinsen hat die t\u00fcrkische Wirtschaft einen betr\u00e4chtlichen Teil ihrer Kredite in Euro oder Dollar aufgenommen \u2013 was angesichts der fallenden W\u00e4hrung in unangenehme Finanzklemmen zuschnappen lassen kann.<\/p>\n<p>Bis ins vorige Jahrzehnt war die T\u00fcrkei ein wirtschaftlich au\u00dferordentlich erfolgreiches Land. Jetzt steht sie vor einem h\u00e4sslichen Szenario: Folgt Ankara weiter dem derzeitigen Kurs, ist der Weg in Richtung W\u00e4hrungsreform vorgezeichnet. Wie kann das eigentlich passieren?<\/p>\n<p>Gesellschaften brauchen Erz\u00e4hlungen, um existieren zu k\u00f6nnen<br \/>\nWas derzeit in der T\u00fcrkei abl\u00e4uft, ist eine \u00f6konomische Trag\u00f6die, die drastisch vor Augen f\u00fchrt, welche Sch\u00e4den untaugliche wirtschaftspolitische Glaubenss\u00e4tze anrichten k\u00f6nnen. Spott und Zynismus sind fehl am Platz. Denn auch wir im Westen sind keineswegs gefeit vor Fehlschl\u00fcssen, die aus eigentlichen guten Grund\u00fcberzeugungen herr\u00fchren.<\/p>\n<p>Ganz grunds\u00e4tzlich: Keine Gesellschaft kann ohne Meta-Narrative existieren \u2013 ohne tiefgehende, identit\u00e4tsstiftende Erz\u00e4hlungen, die gemeinsame Werte definieren und die prinzipiell nicht hinterfragt werden. Solche Erz\u00e4hlungen bilden die Grundpr\u00e4missen, auf denen das Zusammenleben basiert. Sie k\u00f6nnen religi\u00f6ser, nationaler oder ideologischer Natur sein. Wer sind wir als Gesellschaft? Welche Eigenschaften teilen wir? Inwieweit unterscheiden wir uns von anderen Gesellschaften? Was halten wir f\u00fcr richtig, was f\u00fcr falsch? Meta-Narrative k\u00f6nnen explizit formuliert und strikt sein, wie das im konservativem Islam Erdogans oder im aggressiven Nationalismus Wladimir Putins der Fall ist. Sie k\u00f6nnen aber auch implizit und vage unter der Oberfl\u00e4che des Ausgesprochenen mitschwingen, wie in s\u00e4kularen westlichen Gesellschaften \u00fcblich.<\/p>\n<p>Meta-Narrative bilden den Humus, aus dem konkrete politische \u00dcberzeugungen erwachsen, zumal in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, wo Vorstellungen von Gerechtigkeit und Anstand zentral sind. Ein Beispiel aus deutscher Sicht: Die Bundesrepublik sammelt seit 20 Jahren Ersparnis\u00fcbersch\u00fcsse an, die sie an den Rest der Welt exportiert. Diese permanente Kapitalausfuhr (&#8222;Leistungsbilanz\u00fcberschuss&#8220;) mindert unsere Konsum- und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten. Klar, das horrende Auslandsverm\u00f6gen treibt uns nicht in eine akute Krise. Aber als Gesellschaft zahlen wir einen hohen Preis. Dennoch ist dieser kollektive Verzicht kein gro\u00dfes Thema in Deutschland, auch unter \u00d6konomen nicht. Warum nicht? Ich vermute, es liegt an unserer protestantischen Pr\u00e4gung, die Arbeit und Sparsamkeit als zentrale gesellschaftliche Werte in den Mittelpunkt stellt. (\u00c4hnliches gilt \u00fcbrigens f\u00fcr die Niederlande und die Schweiz.)<\/p>\n<p>Auch das Schuldenmachen passt \u00fcbrigens nicht in unser Weltbild. Eine Haltung, die wiederum einer st\u00e4rkeren finanzpolitischen Integration der Eurozone im Wege steht \u2013 die eine Grundbedingung f\u00fcr die dauerhafte Stabilit\u00e4t von W\u00e4hrung und Binnenmarkt ist. Doch die Story von der EU, die &#8222;keine Transferunion&#8220; sein darf, ist hierzulande genauso popul\u00e4r, wie Angela Merkels Metapher von der (sparsamen, mutma\u00dflich pietistischen) &#8222;schw\u00e4bischen Hausfrau&#8220;, die sie zum Leitbild der deutschen Finanzpolitik ausrief. Dass uns dabei \u00fcber kurz oder lang die W\u00e4hrungsunion um die Ohren fliegen d\u00fcrfte, dass Schulen, Bundeswehr und Schienennetz in beklagenswertem Zustand sind, dass wir \u00fcber Jahre zugesehen haben, wie hunderte Milliarden Euro an ungenutztem Sparverm\u00f6gen aus Deutschland abgeflossen sind \u2013 all das geh\u00f6rt zu den Folgen einer Meta-Narrativ-geleiteten Politik. Denn identit\u00e4tsstiftende Fiktionen sind \u00fcberzeugender als harte Fakten.<\/p>\n<p>Meta-Narrative setzen Denken und Handeln Leitplanken. Das ist einerseits gut, weil sie damit zur Zivilisierung des Menschen beitragen k\u00f6nnen. Andererseits haben Meta-Narrative das Potenzial, ganze Gesellschaften in die Irre zu f\u00fchren und blind zu machen \u2013 f\u00fcr Risiken genauso wie f\u00fcr ihre M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Mit Fakten gegen Fehler und Fiktionen?<br \/>\nEs gibt dagegen nur ein probates Mittel: den offenen Diskurs. Etablierte \u00dcberzeugungen m\u00fcssen immer wieder kritisch hinterfragt und mit unbequemen Fakten konfrontiert werden. Sonst laufen Gesellschaften in die Irre. Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit sind essenziell, um unsere Vorstellungswelt in Einklang zu bringen mit der Wirklichkeit, in der wir heute leben.<\/p>\n<p>Das islamische Zinsverbot ist daf\u00fcr ein gutes Beispiel. Die moralische Norm, wonach es nicht statthaft ist, Zwangslagen von Menschen gesch\u00e4ftlich auszunutzen, w\u00fcrden wohl auch die meisten Bundesb\u00fcrger unterschreiben. Wenn aber niedrige Zinsen zu hoher Inflation f\u00fchren, geraten durch die Geldentwertung auch Lohnempf\u00e4nger und Sparer in Zwangslagen, und zwar ohne eigenes Verschulden. Auch diese Konstellation kann man als Ausbeutung der schw\u00e4cheren Teile der Gesellschaft interpretieren \u2013 allerdings ist der Ausbeuter in diesem Fall der Staat.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte die Dinge also auch ganz anders sehen als der Pr\u00e4sident \u2013 und Fehler korrigieren. Doch leider ist es in der T\u00fcrkei nicht gut bestellt um die Freiheit von Presse und Wissenschaft.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Ereignisse der bevorstehenden Woche<br \/>\nMontag<\/p>\n<p>Ankara \u2013 Liraaaaaahhhh! \u2013 Die t\u00fcrkische W\u00e4hrung in freiem Fall: Nun ver\u00f6ffentlicht die t\u00fcrkische Zentralbank Inflationszahlen im Juni.<\/p>\n<p>Wiesbaden \u2013 Deutsche Konjunktur \u2013 Das Statistische Bundesamt legt neue Zahlen zum Export vor.<\/p>\n<p>Dienstag<\/p>\n<p>Neu-Isenburg \u2013 Inflationsausgleich \u2013 Dritte Runde der Tarifverhandlungen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten von Volks- und Raiffeisenbanken.<\/p>\n<p>Berlin \u2013 Warmlaufen \u2013 Die AfD-Bundestagsfraktion zeigt den Dokumentarfilm \u00abTeuro total &#8211; Deutschland am Limit\u00bb. Eigentlich keine Nachricht, aber intellektuell noch so d\u00fcrftig ausgestattete Populisten k\u00f6nnen mit dem Thema Inflation punkten \u2013 wie zuletzt Frankreichs f\u00fchrende Rechtsau\u00dfen Marine Le Pen gezeigt hat.<\/p>\n<p>Mittwoch<\/p>\n<p>Frankfurt \u2013 In der Klemme \u2013 Der Verband der Chemischen Industrie berichtet in seiner Halbjahrespressekonferenz von den zu bestehenden Herausforderungen, darunter akute Gasknappheit.<\/p>\n<p>Donnerstag<\/p>\n<p>Wiesbaden \u2013 Produzieren am Limit \u2013 Neue Zahlen zur Produktion in der Industrie.<\/p>\n<p>Frankfurt \u2013 Beim H\u00e4uten der Zwiebel \u2013 Die EZB ver\u00f6ffentlicht das bearbeitete Protokoll der letzten Ratssitzung. Die Notenbanker-Community erwartet es angesichts der davoneilenden Inflation mit Spannung.<\/p>\n<p>Freitag<\/p>\n<p>Washington \u2013 US-Konjunktur \u2013 Die amerikanische Regierung ver\u00f6ffentlicht Daten zur Arbeitslosenquote im Juni.<\/p>\n<p>Samstag<\/p>\n<p>Peking \u2013 S\u00fc\u00dfsauer \u2013 Chinas Statistikamt gibt die Preisentwicklung in China bekannt.&#8220;<\/p>\n<p>https:\/\/www.msn.com\/de-de\/finanzen\/top-stories\/schloss-elmau-der-g7-gipfel-in-deutschland-k%C3%B6nnte-historisches-treffen-werden-kopie\/ar-AAZ8Q7z?ocid=msedgntp&#038;cvid=4849008642ae43abaf34046a83445f6d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cogito, ergo sum Ne zamandan beri g\u00f6rm\u00fcyorduk bu rakamlar\u0131\u2026 IYICE\u2026 Salak yerine koydular insanlar\u0131. \u00d6nder(ler) \u00f6lmedi\u2026 Girip \u00e7\u0131kmad\u0131\u011f\u0131m yer mi kald\u0131? Ancak\u2026 S\u0131\u011f\u0131r d\u00fcnyan\u0131n her yerinde s\u0131\u011f\u0131r\u2026 Buna g\u00fcveniyorlar zaten. 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